Seite - 349 - in Staat- und Kirchengeschichte des Herzogthum Steyermarks, Band 3
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dem Starken, bis an den Tod Ottok. VI. ;c. 349
um die Hartnackigfeit der Städte, besonders der
Mailänder zu bezaumen, und mit dem Pabst Ha-
drian abzilkrachen, welcher zu behaupten schiene,
daß das römische Reich ein Lehen, Benefizium der
Kirche sey. Das Wort Renefizium hatte vielleicht
Hadrian, nicht für eine Lehen, sondern nur im
allgemeine» Sinne füi nne Wohlthat genommen;
allein der feurige Frücderich wollte mit den Ita-
lianern und dem Pabst zu thun haben, und da
Hadrian nicht feige war, kam es zu großen Ver-
drießlichkeiten. Daß Gttokar V. wieder nach Ita-
lien gezogen, bejahet prevenhuber; obschon sonst ^'
keine (l) Urkunden dessen vorhanden sind. Gewis-
ser ist, daß in diesem Römerzug Eggebert I I I . und
III. y,
letzte Graf von Puten , mit Dietmar von Spil- ^„.
berg geblieben, und bei der Belagerung Mailands
sey getödtet worden (m). Gttokar V. wurde
sein Erb. prevenhuber irret sich, da er schreibt,
daß der Vttokar mit Rerthold dem Markgrafen
von Gesierreich (deren dieser Zeit kein Berthold,
und «Vesterrrich schon ein Herzogthum war) gezan-
ket, und diesem habe Ncuburg am Inn überlassen
müssen. Noch weniger ist wahr (>), daß dieser
Streit mit Leopold von Oesterreich der erst 2
Jahr alt war, gewesen sey.
() ?l. 5. lF.
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(n) lievenk. cit. l.
Staat- und Kirchengeschichte des Herzogthum Steyermarks
Band 3
- Titel
- Staat- und Kirchengeschichte des Herzogthum Steyermarks
- Band
- 3
- Autor
- Aquilin Julius Caesar
- Verlag
- J. G. Weingand und Franz Ferstl
- Ort
- Graz
- Datum
- 1786
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 34.9 x 62.9 cm
- Seiten
- 544
- Kategorien
- Geschichte Chroniken