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dem Starken, bis an den Tod Ottok. VI. ic. ZZz
insoweit durch Eberhard den Nischof zu
und seinen Kanzler Ulrich besänftigt, daß er das
Geld zurückschickte, jedoch befahl, daß sich Lber-
hart» so bald es möglich Ware, im Lager einfinden
solle. Die Wahrheit aufrichtig zu bestehet,, hat,
wie in allen Spaltungen Rom sowohl als der Rai-
ser unrecht gehandelt; Rom hatte sich nicht solle«
bcikommen lassen ohne wichtigster Ursach sich von
dessen obersten Schutzherrn zu trennen, und der
Kaiser hatte nicht Ehrgeizig, grausam gegen die
arme Bürger der Städte Italiens seyn sollen ; mi t^"
ben Cremensirn verfuhr er so grausam, als Pop«,,.
po, Ulrich und LVerigand die Markgrafen aus
Rarnthen mit dem heil. Thiems von Salzburg
(2tes Kap. §. 73). Er ließ die 4c) vornehmste
Geisel an die Belagerungsmaschinen binden, uni
die (lremensir zu nöthigen, entweder Mörder ihrer
eigenen Bürger zu seyn, oder ihre Mauern über-
steigen zu lassen (2); Mit den Mailändern ver-
fuhr er noch unbarmherziger, und so reihte er der-
selben Feinde zu Mitleiden. N>in Wunder, daß
Gott die kaiserl. Waffen nicht segnete! vielmehr
solche durch eine schwere Seuche, und die meisten
Fürsten seines Gefolges binnen 7 Tagen fortrafte.
Kein Wunder! daß die von ihm so sehr bedrückte
Bürger der L.c»mbardev eine neue Stadt baueten"
welche sie dem Kaiser zum Trotz, und dem Pabst
Alexander zu Ehren Alexandria nannten. So
pochten die Bürger Italiens wider den Friederich,
Z 2 der
Staat- und Kirchengeschichte des Herzogthum Steyermarks
Band 3
- Titel
- Staat- und Kirchengeschichte des Herzogthum Steyermarks
- Band
- 3
- Autor
- Aquilin Julius Caesar
- Verlag
- J. G. Weingand und Franz Ferstl
- Ort
- Graz
- Datum
- 1786
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 34.9 x 62.9 cm
- Seiten
- 544
- Kategorien
- Geschichte Chroniken