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dem Stauen, bis an den Tod Ottok. VI. lc. 401
l»e< Schrot meldet, hier ein steinernes Denkmal
mit folgenden Worten : ^uanuz Cullirlieien^z
(«?) sey geunden worden. Ehe stand an dem Gi-
pfel dieses Berges ein großer Holzhaufe, der bei
Annäherung der Feinde angefeuert wurde. Bei
unfern Zti.en hat Man erhöhte Stangen gesetzt/
mittelst wechen man von einem Gebirge in das an-
dere sehen kann. Es befindet sich am Berge auch
eine tiefe Grube, in welche, wenn ein Stein ge-
worfen wi:d, ein Nebel, denn ein heftiges Don-
nerwetter zr entstehen pflegt; nun aber iit die Gru-
be so vernachet, daß man ihr nicht zukommen
kann. Zm Aufgang von einer Seite sind 2 alte zer-
falletle grosi Bögen oder Thore zu sehen, einigt
lOQ Schritte voneinander entfernet, die Ziegel
darin« häbcn eine ungewöhnliche Größe und Dicke>
die Bögen selbst reichen von einem Feli bis zum
andern, und gestalten in der Höhe eilt' Brücke.
Auf der Spitze des Bergs selbst über die Oberflä-
che, welche einen gänzlich steinigen Boden hat, zur
rechten Oeite abwerts, wo sich der eingezäunte
Wald anfangt, ist kaum einige 20 Schritte übet
den Zaun eine dunkle Oefnung in dem Felsen zu
sehen, so ungefähr 5 Schuhe im Durchschnitt hat,
in welcher sule, geflügelte Mäuse und andere
Nachtvögel nisten, die diese düstre Höhle durch ihr
Gezische unter dem Felsen beim Anblicke fürchter-
licher machen. Die Oefnung selbst geht bis zum
Gtunbe des Berges, weichet von dieser Seite <m1
<läs. Gesch. 3. V. « « Fuß
Staat- und Kirchengeschichte des Herzogthum Steyermarks
Band 3
- Titel
- Staat- und Kirchengeschichte des Herzogthum Steyermarks
- Band
- 3
- Autor
- Aquilin Julius Caesar
- Verlag
- J. G. Weingand und Franz Ferstl
- Ort
- Graz
- Datum
- 1786
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 34.9 x 62.9 cm
- Seiten
- 544
- Kategorien
- Geschichte Chroniken