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Auswertung 145
Anschleifen erzielten Öffnungen lediglich Zufallsprodukte
sind (wie Abb. 51/8), oder ob der neolithische Handwerker
bereits versucht hat, bestimmte Vorgaben einzuhalten. Das
Auftreten der Perforation an dem der Apertur gegenüber-
liegenden Schalenteil ergibt sich dabei aus technischen
Gründen. Nur an der Apertur lassen sich die Schalen fest
genug halten, um sie anschließend kontrolliert zu schleifen.
Die Anschleifexperimente rezenter Schalen an einem
Flyschsandsteingeröll zeigten, dass überraschend wenig
Zeit aufgebracht werden muss, um die Öffnungen zu erzeu-
gen. Die 124 Schnecken aus der neolithischen Fundstelle
könnten in deutlich weniger als einer Stunde perforiert wor-
den sein.
Schalen entlang einer Kette würde nicht diese ungleiche
Verteilung der Abriebspuren erzeugen.
Harzhauser et al.333 versuchten, die Lochungen experi-
mentell an rezenten Schalen der Flussschnecke nachzuah-
men (Abb. 50 und 51). Ziel war es zu testen, ob die durch
333. Harzhauser et al. 2007.
Abb.
50: Kleinhadersdorf: Spuren des Aufschleifens der Löcher an neolithischen und rezenten Lithoglyphus naticoides-Schalen
(Foto M. Harzhauser).
Abb.
49: Kleinhadersdorf: Lochungsschema der Lithoglyphus
naticoides-Schalen (Graphik M. Harzhauser).
Das linearbandkeramische Gräberfeld von Kleinhadersdorf
- Titel
- Das linearbandkeramische Gräberfeld von Kleinhadersdorf
- Autoren
- Christine Neugebauer-Maresch
- Eva Lenneis
- Ort
- Wien
- Datum
- 2015
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC-ND 4.0
- ISBN
- 978-3-7001-7598-8
- Abmessungen
- 21.0 x 29.7 cm
- Seiten
- 406
- Schlagwörter
- Neolithic, LBK, cemetery, archaeology, prehistory, Kleinhadersdorf, Lower Austria, Neolithikum, Linearbandkeramik, Archäologie, Urgeschichte, Gräberfeld, Kleinhadersdorf, Niederösterreich
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen