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Das linearbandkeramische Gräberfeld von Kleinhadersdorf
Seite - 377 -
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Katalog und Ergebnisse 377 storbenen konnte nicht eindeutig festgestellt werden, ob eine Periostitis vorliegt, da nicht zwischen einer krankhaf- ten Veränderung der Knochenoberfläche und einer verän- derten Knochenstruktur aufgrund postmortaler Erosion unterschieden werden konnte. Die absoluten und relativen Häufigkeiten periostaler Knochenneubildungen sind in Ta- belle 26 aufgelistet. Periostitis N % keine Periostitis 23 37,1 Periostitis 15 24,2 fragliche Periostitis 7 11,3 nicht beurteilbar 17 27,4 Gesamt 62 100,0 Tabelle 26: Absolute und relative Häufigkeiten von Periostitis in der frühneolithischen Population von Kleinhadersdorf. Die nachfolgende Tabelle 27 gibt einen Überblick über die Häufigkeit periostaler Knochenneubildungen an post- cranialen Skelettelementen. Die Tabelle veranschaulicht die absoluten und relativen Häufigkeiten der Läsionen bezogen auf die Körperhälften. Am häufigsten finden sich periostale Knochenneubil- dungen an den Femora und Tibiae; von wenigen Ausnah- men abgesehen liegen sie jeweils beidseitig in ähnlicher Fre- quenz vor. nicht vorhanden waren oder die Knochenoberfläche durch postmortale Erosion derart verändert war, dass kein Befund erhoben werden konnte. An 9 von 15 untersuchten männlichen Individuen (60  %) und 5 von 10 beurteilten weiblichen Individuen (50  %) lassen sich Veränderungen im Sinne einer poroti- schen Hyperostose erkennen (siehe Abb. 15); unter den Kindern und Jugendlichen sind zwei Individuen Merkmals- träger (Gräber KH 1/59 und KH 1/67-2). 3.3.4.2 Cribra orbitalia An zwei Individuen, einem adulten Mann und einem drei- bis vierjährigen Kind, konnten Strukturdefekte in Form von Cribra orbitalia nachgewiesen werden. Beim Kind aus Grab KH 1/80 sind beide Orbitadächer betroffen (rechts: Grad II und links: Grad I), der Mann aus Grab KH 9812/19 weist nur an der rechten Orbita solche strukturellen Verän- derungen im geringsten Manifestationsausmaß (Grad I) auf. Aufgrund des schlechten Erhaltungszustandes des Os frontale konnte bei insgesamt 51 Individuen die rechte Au- genhöhle und bei 50 Individuen die linke Augenhöhle nicht beurteilt werden (Tabelle 25). Cribra orbitalia rechts N % Cribra orbitalia links N % keine Cribra 9 14,5 keine Cribra 11 17,7 Cribra 2 3,2 Cribra 1 1,6 nicht be- urteilbar 51 82,3 nicht be- urteilbar 50 80,6 Gesamt 62 100,0 Gesamt 62 100,0 Tabelle 25: Absolute und relative Häufigkeiten von Cribra orbitalia in der frühneolithischen Population von Kleinhadersdorf. 3.3.4.3 Porotische Hyperostose und Cribra orbitalia Porotische Hyperostose und Cribra orbitalia konnten nur ein einziges Mal (Grab KH 9812/19) in kombinierter Form beobachtet werden. 3.3.4.4 Periostale Reaktionen Entzündliche Reaktionen des Periosts an Knochen des Cra- niums und des Postcraniums waren bei 24,2  % der Indivi- duen des Gräberfeldes zu beobachten. Bei 11,3  % der Ver- Radius Os ilium Os ischium Femur Tibia Fibula n/N % n/N % n/N % n/N % n/N % n/N % Rechts 0/35 0,0 0/13 0,0 1/7 14,3 8/32 25,0 7/33 21,2 1/29 3,5 Links 1/36 2,8 1/16 6,3 0/6 0,0 7/33 21,2 7/28 25,0 0/28 0,0 Tabelle 27: Absolute und relative Häufigkeiten der von Periostitis betroffenen Skelettelemente der rechten und linken Körperseite (n = Anzahl der veränderten Knochen; N = Anzahl der beurteilten Elemente). Abb. 16: Relative Häufigkeit von periostalen Knochenneubildungen an den postcranialen Skelettresten der frühneolithischen Population von Kleinhadersdorf. Radius Os ilium Os ischium Femur Tibia Fibula
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Das linearbandkeramische Gräberfeld von Kleinhadersdorf
Titel
Das linearbandkeramische Gräberfeld von Kleinhadersdorf
Autoren
Christine Neugebauer-Maresch
Eva Lenneis
Ort
Wien
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-7001-7598-8
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
406
Schlagwörter
Neolithic, LBK, cemetery, archaeology, prehistory, Kleinhadersdorf, Lower Austria, Neolithikum, Linearbandkeramik, Archäologie, Urgeschichte, Gräberfeld, Kleinhadersdorf, Niederösterreich
Kategorien
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