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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Übersichtsband, Ungarn (1), Band 5
Seite - 156 -
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156 Altofen ihre Aufwartung machten — durch seine unter der Maske der Freundschaft hineinströmenden Jauitschareu besetzen. Er versprach zwar, wenn Johann Sigmuud heranwachsen würde, die Stadt zurückzugeben, bis dahin aber solle dieser in Siebenbürgen und jenseits der Theiß herrschen, das Land zwischen Donau und Theiß dagegen unter türkischer Botmäßigkeit bleiben; was aber dieses Versprechen zu bedeuten hatte, wurde klar, als die Marienkirche sofort in eine Moschee verwandelt wurde, in welcher Snleyman, als er unt seinen beiden Söhnen ^ V emzog, schon am c/ ^ 2. September seine An-dacht verrichtete. Frater Georg durfte mit seinem Mündel und mit Jsabella / / nach Lippa an die sieben- bürgische Grenze abziehen. Namensunterschrift der Königin Jsabella. m Der arme Verböczy aber, der während seines ganzen Lebens für die Freiheit und Unabhängigkeit Ungarns Reden hielt und in jenen treulosen Zeiten dem König Johann immer unverbrüchlich treu geblieben war, wurde als Oberrichter der türkisch-ungarischen Provinz in Ofen zurück- behalten, doch nicht auf lange Zeit, denn bald brachte ihn vielleicht mehr der Gram als die Pest oder, wie man auch behauptete, türkisches Gift / ins Grab. In dem ungarischen Friedhofe neben der ungarischen Pfarr-, heutigen Militärkirche fand er die ewige Ruhe (1542). Durch das ganze Land erscholl nur ein Namensunterschrist des Fraters Georg. Schrei des Jammers über den Verlust Ofens. Aus Deutschland kam ein großes Heer unter Anführung des Markgrafen Joachim von Brandenburg, erlitt aber bei Pest eine Niederlage (1542). Die Türkenherrschaft breitete sich immer mehr aus. Suleyman eroberte im Jahre 1543 Fünfkirchen, Gran (am 10. August) und nach zehntägiger Belagerung Stuhlweißenburg, die Kröuuugs- und Beerdigungsstadt der ungarischen Könige (am 4. September). Jetzt sah auch Frater Georg ein, daß man den Türken nicht trauen dürfe, daß man das Land, mit oder ohne Ferdinand, um jeden Preis einigen müsse und endlich mußte auch er zur Überzeugung gelangen, daß das einzige Heil für Ungarn nur noch durch die Vollziehung des Großwardeiner Friedens zu erwarten sei. Er hatte viel zu kämpfen mit Schwierigkeiten jeder Art, mit Jsabella, mit
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Übersichtsband, Ungarn (1), Band 5
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Übersichtsband, Ungarn (1)
Band
5
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1888
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
16.41 x 22.5 cm
Seiten
532
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
Kronprinzenwerk deutsch
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