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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Übersichtsband, Ungarn (1), Band 5
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200 sich nach Siebenbürgen, wnrde ans den Gütern seiner Mntter erzogen nnd trug jetzt, von Thatkraft und Ehrgeiz erfüllt, seine Waffen sofort bis in das Ärvaer Comitat. Die von Tökölyi errungenen Erfolge zeigten deutlich, daß man den von Hocher nnd Consorten eingeschlagenen Weg nicht weiter gehen könne, und Leopold I. stellte sich wieder auf den Boden der ungarischen Verfassung. Er berief „zur Herstellung der Freiheiten des Landes" einen Reichstag nach Ödeuburg (28. April 1681), welcher die kisstitutic» in inteFrum aussprach, das Gubernium aufhob und einen Palatin wühlte, Paul, den Sohn des Niklas Eszterhazy, Schwager des Franz Nädasdy, der gleich feinem Bater tapfer und ein großer Gütererwerber, doch viel schmiegsamer und keiu so starrer Ungar war. Die Majorität des Reichstages, obgleich schon damals sowohl in der oberen als der unteren Tafel katholisch (es wurde ja nach einigen Jahren ^1687) der Jesuitenorden inarticnlirt und die statutarische Bestimmung Kroatiens und Slavoniens, daß auf ihrem Gebiete kein Protestant Güter besitzen dürfe, durch ein Reichsgesetz bestätigt), machte doch den Protestanten einige Zugeständnisse. Der Wiener Frieden wurde bestätigt, bezüglich der Kirchen der Status <1U0 aufrecht erhalten, und man bestimmte in den Comitaten, in welchen sich keine protestantische Kirche mehr befand, wie von Eisenburg hinauf bis in die Zips, einige Örter, wo es den Reformirten nnd Evangelischen in Zukunft gestattet sein sollte, neue Kirche» zu errichten. Aber Tökölyi und seine Getreuen — die „zum Ruhme Gottes und zur Befreiung ihres Vaterlandes unter Waffen stehenden ungarischen Herren, Edelleute und Soldaten, die ihre evangelische Religion über Alles setzten" — gaben sich damit nicht zufrieden. Sie setzten den Kampf fort. Ludwig XIV. feuerte sie an, die Türken unterstützten sie und ernannten Tökölyi zum König von Ungarn (17. September 1682). Doch der Großvezier Kara Mnstapha wurde bei Wien geschlagen (12. September 1683), Leopold verkündete vollständige Amnestie (12. Jänner 1684), Tökölyi verlor Schritt für Schritt an Terrain in Obernngarn. Und als ihn erst der Pascha von Großwardein auf Befehl Ibrahim Satans, des türkischen Oberbefehlshabers, gefangen nehmen ließ (4. Oetober 1685), weil die Türken in ihm das Hinderniß des Friedens sahen und hofften, daß wenn er an Leopold I. ausgeliefert würde, auch der Krieg zu Ende ginge, legten seine Scharen, ergrimmt über diese Treulosigkeit, die Waffen nieder, schlössen sich dem König an und auf das Zureden Petnehäzys, eines berühmten Kurntzenführers aus den vergangenen Tagen, und des alten Flüchtlings Stefan Petröczy, Oheim Tökölyis, öffnete auch Kaschau, die Hauptstadt Oberuugarus, ihre Thore deu Truppen Leopolds (25. October 1685). In Oberungarn blieb nur ein Anhänger Tökölyi treu: sein eigenes Weib, Helene Zrinyi, in der Mnnkäcser Festung. Eine Tochter des Banns Peter und der Anna Katharina Frangepan, der Schwester des enthaupteten Franz, verlor sie am 8. Juli 1676 ihreu ersten
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Übersichtsband, Ungarn (1), Band 5
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Übersichtsband, Ungarn (1)
Band
5
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1888
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
16.41 x 22.5 cm
Seiten
532
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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