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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Übersichtsband, Ungarn (1), Band 5
Seite - 475 -
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475 Fachschulen, ferner durch Zeitungen, Zeitschriften und Bücher, welche aus dem Studium der örtlichen Verhältnisse hervorgegangen sind, verbreitet werden. So berechtigt denn die Zukunft des Gartenbaues in Ungarn zu den besten Hoffnungen. Forstwirthschaft. Die Wälder des ungarischen Reiches erstrecken sich von der Region der Legföhren in den Karpathen hinab bis zu den Lorbeer- und Kastanienhainen an den Gestaden der Adria, und auf diesem großen Gebiete gedeihen alle jene Bäume und Sträucher, welche überhaupt in Mitteleuropa heimisch sind. Der Flächenraum, der durch Bodenbeschaffenheit, Klima oder wirthschaftliches Interesse darauf angewiesen ist, durch Forstcultur nutzbar gemacht zu werden, beträgt in Ungarn, Kroatien und Slavonien zusammen 15,957.587 Katastraljoch, also iu ruuder Zahl 28 Procent des gesammten Reichsgebietes. Von diesen Waldungen gehören Ungarn 13,294.492 Joch, also 27 Procent des ganzen Landes- gebietes an, während in Kroatien und Slavonien mit 2,663.095 Joch der Wald schon einen viel beträchtlicheren Theil, nämlich 36 Procent des gesammten Flächenraumes ausmacht. Das Vegetationsgebiet der herrschenden Holzarten vertheilt sich dabei folgendermaßen: Das Gesammtgebiet der Eiche beträgt im Lande 4,468.521 Joch, wovon 723.714 Joch auf Kroatien nnd Slavonien kommen. Das Gebiet der Buche und der mit dieser vom waldwirthschaftlichen Gesichtspunkte aus gewöhnlich zusammengefaßten anderen Laubhölzer beträgt mehr als die Hälfte der sämmtlichen Waldungen im Reiche, nämlich 8,443.184 Joch, davon 6,651.690 Joch in Ungarn, 1,791.494 Joch in Kroatien und Slavonien. Unter den in diese Gruppe mitgerechneten andere» Holzarten sind von Bedeutung die in dem mageren Sandboden des ungarischen Alsöld gedeihende Pappel und Akazie, deren Cultur sich dort immer mehr verbreitet und als lebendiger Beweis gegen die häufig gehörte grundlose Beschul- digung dienen kann, daß der Magyare den Baum und Wald nicht liebe. Wie sehr das Gegentheil hievon der Wahrheit entspricht, davon überzeugt sich jeder Reisende im Alföld, wenn er die Landschaft ringsum betrachtet und alsbald wahrnimmt, daß dieselbe eine Art großen englischen Parkes bildet, dessen Weizen- und Kornfelder, Wiesen und Wasseradern, nebst den die einzelnen Gehöfte oder Hänser umgebenden Baumgruppen nnd Wäldchen einen Anblick bieten, der sich den anmuthigsten Naturbildern anreiht. Die Buche und die ihr analogen Laubholzarten bedecken eine verhältnißmäßig sehr große Fläche, und in dieser Hinsicht steht Ungarn, was die heutigen Verhältnisse des Holzhandels und der Holzverwerthung betrifft, hinter Österreich einigermaßen zurück, denn während in den Wäldern Ungarns die heute weniger verwerthbare Buche überwiegt,
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Übersichtsband, Ungarn (1), Band 5
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Übersichtsband, Ungarn (1)
Band
5
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1888
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
16.41 x 22.5 cm
Seiten
532
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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