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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Übersichtsband, Ungarn (1), Band 5
Seite - 492 -
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5 492 Staatsprüfung das Diplom als Forstbeamte erworben haben. In Kroatien-Slavonien genügt eine in Agram abgelegte Staatsprüfung. Die Schemnitzer Forstakademie ist, im Anschluß an die 1792 gegründete Berg- akademie, 1807 gestiftet worden. Der forstliche Lehrcurs erstreckt sich auf drei Jahre. Die Akademie hatte von ihrer Gründung bis zum Schluß des Lehrjahres 1886/87 zusammen 4 555 Hörer. Seitdem das Forstgesetz ins Leben getreten, wächst die Zahl der Hörer stetig und im letzten (1886/87) Schuljahr hatte der erste Jahrgang 137, sämmtliche Jahrgänge zusammen aber 350 Hörer. Zur Ausbildung der den technischen Hilfsdienst versehenden forstlichen Unterbeamten und fachlich gebildeten Forstwarte bestehen im Lande drei Forstwartschulen: eine in Liptö- Ujvär, die andere in Kiralyhalma bei Maria-Theresiopel, die dritte in Vadäßerdö bei Temesvär. Diese drei Fachschulen haben zusammen 108 Schüler. In einer Darstellung des ungarischen Forstwesens verdient schließlich auch der „Laudes-Forstverein" Erwähnung. Er hat sich im Interesse der ungarischen Waldwirth- schaft am 9. December 1866 gebildet und ohne jeden Fonds, ja, man kann sagen, mit Schulden belastet seine Thätigkeit begonnen. Dank dem eifrigen und tactvollen Gebaren seiner Leiter ist er jedoch schon seit mehreren Jahren so weit entwickelt, daß es in Europa schwerlich eine zweite so kräftig entwickelte forstliche Verbindung gibt. Er besitzt ein eigenes Vereinshaus und ein Kapital von über 250.000 Gulden. In Kroatien und Slavonien gibt es ebenfalls einen Forstverein, der mit lobenswerther Thätigkeit arbeitet. So hätten wir denn versucht, in engstem Rahmen ein Bild des ungarischen Waldes und Forstwesens zu geben. Jene Leser, welche den Wunsch hegen, sich darüber noch eingehender zu orientiren, verweisen wir auf das vom Ackerbauministerium im Jahre 1885 veröffentlichte Werk: „Die wirthschaftliche und commereielle Beschreibung der Wälder des ungarischen Staates". Und so seien diese Zeilen mit dem weisen Spruche Ciceros geschlossen: 8?Ivae ornJinentuln paeis, inunimentuin delli. Ter Wald ist Zierde im Frieden und eine Festung im Kriege. Die Industrie. Sowie das reichgestaltete bergige Oberland und die üppige Ebene des Tieflandes, durch welliges Hügelterrain geschieden und zugleich verbunden, gemeinsam die geographische Gliederung Ungarns bilden, so sehen wir auch die Industrie des Landes sich diesen geographischen Verhältnissen anschmiegen und denselben gemäß sich ändern. Aber auch parallel der Geschichte des Landes entwickelt sich, schreitet fort, sinkt und hebt sich wieder die ungarische Industrie. Ihr primitiver Handwerksbetrieb, aus urorientalischen Über-
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Übersichtsband, Ungarn (1), Band 5
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Übersichtsband, Ungarn (1)
Band
5
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1888
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
16.41 x 22.5 cm
Seiten
532
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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