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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Übersichtsband, Ungarn (1), Band 5
Seite - 526 -
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526 und auf der nördlichen Linie der ungarischen Staatsbahnen besonders die ebenso lehrreiche als unterhaltende Strecke Altsohl-Rnttek mit ihrer Fortsetzung, der Kaschan-Oderberger Eisenbahn. Diese Entwicklung des Eisenbahnnetzes versorgt jetzt schon bedeutende Fabriken und Industriezweige mit fester Beschäftigung. Die Bndapester Maschinenfabrik der königlich ungarischen Staatseisenbahnen und die mit ihr verbundene Eisen- und Stahlfabrik zu Diösgyör fabricireu besonders Loeomotiven, eiserne Brückenconstrnctionen und Stahl- schienen. Die Resiczaer Fabrik der Österreichisch-nngarischen Staatsbahngesellschaft erzeugt Schienen, die Ganz'sche Fabrik zu Budapest Eisenbahnwaggons. Auch anderweitiger Eisenbahnbedarf nebst Ausrüstungsgegenständen wird dermalen schon größerentheils im Lande selbst erzeugt, während all dies vorher vom Auslande bezogen werden mußte. Unsere Skizze wäre lückenhaft, wollten wir nicht anch schon an dieser Stelle die Grundidee des Systems der Staatseisenbahnen besonders hervorheben. Schon frühzeitig tritt sie deutlich hervor in den leitenden Ideen der Nation über ihre Aufgaben anf dem Gebiete des Verkehrswesens, gelangt jedoch erst im jüngsten Jahrzehnt zur Verwirklichung, indem das Netz der königlich ungarischen Staatseisenbahnen geschaffen wird, kraft dessen der Staat auf die Verkehrspolitik, welche für die Entwicklung der wirthschaftlichen Zustünde so hochwichtig erscheint, einen entscheidenden Einfluß ausübt und die führende Rolle behauptet. Jene leitenden Ideen, welche hinsichtlich der Eisenbahn-Concessionen und -Bauten im Interesse des Landes vor Augen zu halten wären, finden wir schon umschrieben in den interessanten Zeitnngs- und Reichstagsdebatten der Vierziger-Jahre: Die geradeste und kürzeste Linie nach auswärts und dadurch zugleich eine möglichst billige Massenbeförderung, auf welche das Laud durch seiue Rohproducte hiugewieseu ist; Anlage der Verkehrsadern mit steter Rücksicht auf die Landeshauptstadt, von der aus der eommercielle Blutumlauf bis au die Grenzen des Landes hinpnlfirt; endlich direeter Einfluß des Staates wenigstens anf die Hauptlinien des Verkehrs. Diese Grundsätze wurden jedoch bei der Dnrchführnng leider znm Theil anßer Acht gelassen und waren später nur uoch unter ansehnlichen Opfern zu verwirklichen. Zwar wünschten auch die damals maßgebenden Faetoren die Hauptverkehrslinien als Staats- bahnen auszubauen, wozu auch iu der That ein Anfang gemacht wurde, unter dem Druck der späteren Finanzkrise jedoch gelangten sie in Privatbesitz. So gingen die sogenannte Österreichische Staatsbahn (das sind die Linien der jetzigen Österreichisch- nngarischen Staatseisenbahngesellschaft) und die südliche Staatsbahn in die Hände von Privatgesellschaften über. Außer den Linien dieser beiden Gesellschaften, welche den wichtigsten Verkehrsrichtnngeu entsprachen, war im Jahre 1867 anch die Theiß-Eisen- bahn schon coneessionirt nnd ausgebaut.
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Übersichtsband, Ungarn (1), Band 5
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Übersichtsband, Ungarn (1)
Band
5
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1888
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
16.41 x 22.5 cm
Seiten
532
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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