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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Oberösterreich und Salzburg, Band 6
Seite - 478 -
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478 wenigen uns erhalten gebliebenen Werken enthalten die Hofbibliotheken in Wien und Berlin Sammlungen, vorzugsweise Kirchenmusik nnd Compositionen Horaz'scher Oden. Ein Denkmal aber, großartiger als das dithyrambische Lob seiner Zeitgenossen, hat dein Künstler sein Kaiser selbst gesetzt in dem Entwürfe des Triumphzuges Kaisers Maximilian I., desseu unter den Cimelien der k, k. Hofbibliothek in Wien verwahrte Blätter auch den Wagen für des Kaisers Musik enthalten Mit Orgel nnd Schalmeien, dabei die Verse: „Paulus Hofhaimer, Lrgaiüslmaister, Regal darzue das Positif, Die Orgel auch mit manchem Griff, Hab ich mit stimmen woll geziert, Nach rechter art auch ordinirt, Auffs allerpest nach Maisterschafft, Wie dann der Kaiser hat geschafft." Paul Hofhaymer trat nach dem im Jahre 1519 erfolgten Tode Kaisers Maximilian in die Dienste des Erzbischofs Matthäus Lang von Salzburg, wo er als Organist an der „Erl; Thumbkirchen" bis zu seinem Ende, angeblich 1537, waltete. Die Hegemonie Italiens ans allen Gebieten der Tonkunst verdrängte die einheimischen Künstler allmälig aus der Musik, welche bald ganz uuter wälschem Einflüsse stand; dagegen bewirkte der uuter dem italienischen Banne geförderte Geschmack an glänzenden musikalischen Ausführungen, die Pflege der Oper und des Concertes mit ihren Ansordernngen virtuoser Leistungen, sowie das allmälige Übergreifen dieses Geschmackes auf das Gebiet der kirchlichen Musik einen mächtigen Anffchwnng in der technischen Ausbildung der von dem Hofe unterhaltenen Musikkapelle. Unter den wenigen deutschen Künstlern Salzburgs aus jener Epoche glänzt der Name Frauziscns Biber, einer der größten Geiger seiner Zeit, geboren zu Wartenberg in Böhmen 1648, welcher seine an Ruhm uud materiellen Erfolgen überreiche Laufbahn als hochfürstlich Salzburg'scher Truchseß und Kapellmeister im Jahre 1698 beschloß. Erzbischoss Sigismund Graf von Schrattenbach ernster, fast ascetisch frommer Sinn fand an dem von der Höhe idealen Kunstschaffens bereits herabgestiegenen Wälschthnme in der Musik wenig Behagen. Er schaffte die Eastraten ab und ersetzte, wo es immer anging, die italienischen Gesangskünstler nnd i>rok«zs8ori der Hofkapelle dnrch einheimische Musiker. Zwar klagen Zeitgenossen Sigismunds über den Niedergang des alten Glanzes der Hofkapelle, aber eben jene Zeit bildet den Ausgangspunkt fruchtbarster uud regster Pflege der Toukuust in Salzburg. Sigismunds Nachfolger, Erzbischof Hieronymus Graf Eolloredo, neigte dem italienischen Einslnsse wohl wieder zu, der Eastrat und italienische
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Oberösterreich und Salzburg, Band 6
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Oberösterreich und Salzburg
Band
6
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1889
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
17.03 x 24.86 cm
Seiten
650
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
Kronprinzenwerk deutsch
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