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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Oberösterreich und Salzburg, Band 6
Seite - 594 -
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504 vermehrten. Man ist ihrer mich schvn in der Temialpe im Abtenan'schen und in der Brettalpe des Annaberger Revieres ansichtig geworden. Es ist also Aussicht vorhanden, daß sich dieses interessante Wild, welches die höchsten Regionen bewohnt, wieder zahlreicher einlebt und nicht neuerdings den Wilderern zum Opfer fällt. Es wäre dem Laude damit jener poetische Anreiz erhalten, der solchen interessanten Charakteren der Thierwelt allzeit innewohnt. Industrie und Verkehr. In Bezug auf Industrie uud Handel ist Salzburg ein alter Cnlturbodeu. Die Geschichte dieser Zweige seiner Volkswirthschaft reicht zum Theil bis in die Römerzeit zurück und ihre Entwicklung war Jahrhunderte hindurch eine besonders begünstigte. Die Voraussetzungen dafür waren in Fülle vorhanden. Dieses Land niit seinem reichen Berg- segen, seinen ausgedehnten Forsten, den überall zu Gebote steheudeu Wasserkräften nnd seiner betriebsamen, im Kampfe mit der Natnr gestählten Bevölkerung war insbesondere znr Entfaltung der Montan- und Hüttenindustrie wie geschaffen. Wie mit dieser letzteren die wirtschaftliche Blüte des Laudes auf das engste verknüpft ist, so ist hier auch der Ausgangspunkt für das frühzeitige Emporblühen des salzburgischeu Gewerbefleißes zu sucheu. Mit dem Ansschwnnge des Bergbaues und des Hüttenbetriebes haben sich in gleichem Maße Handel und Gewerbe und, im Zusammenhange damit, der Wohlstand des Bürgers und des Landmanns gehoben, so zwar, daß sowohl in der Hauptstadt Salzburg, der ehemalige» Residenz souveräner Kirchenfürsten, als anch in den übrigen Theilen des Landes ein erheblicher Grad von Luxus uud eine bemerkenswerthe Kunstindustrie sich entfalten konnten. Ein Blick auf die Baudenkmäler nnd in die Museen der Stadt Salzburg läßt die alte Blüte der Kunstgewerbe deutlich erkenne», welche in einzelnen Zweigen der Salzburger Industrie (Silberfiligran, Marmorwaaren) anch heute noch ihre Spuren hervortreten läßt. Die Eutwickluug der Industrie Salzburgs weist allerdings auch tief iu das wirthschaftliche Leben der Bevölkerung greifende Rückschläge auf. Wir eriuuern an die Glaubenskämpfe, durch welche Salzburg einen nicht geringen Theil seiner industriellen Bevölkerung einbüßte, an die kriegerischen Ereignisse nnd den mehrmaligen Regenten- wechsel am Anfang dieses Jahrhunderts. In nicht geringerem Maße als durch diese Ereignisse und ihre Folgeübel hatte die Industrie des Landes unter dem Niedergange der Holzkohleueiscn-Prodnction zu leiden. Die natürlichen Bedingungen für die Blüte der Eisenindustrie haben sich im Laufe der letzten Deeennien eben wesentlich verschoben. Nicht die ausgezeichnete Qualität der Erze und die Verfügung über eiue Fülle vou Wasserkräften, durch welche die waldreichen Thäler des Landes dereinst zu bevorzugte»
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Oberösterreich und Salzburg, Band 6
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Oberösterreich und Salzburg
Band
6
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1889
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
17.03 x 24.86 cm
Seiten
650
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
Kronprinzenwerk deutsch
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