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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Kärnten und Krain, Band 8
Seite - 142 -
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142 oder Rücklassnngen der Franzosen aus dem Jahre 180!) sein mögen, Anch die Ortsnamen Malborghet , Ta lava j und Pontafe l sind italienischer Abknnft. Der Rundgang ist beendet, am Ziel der Bahn den frenndlichen Lesern ein tren- kärntnisch „Schlaunt's wohl!" (Lebewohl). Dialcctdichtnng. — Karg ist die Ährenlese, nachdem uns die Steirer anch noch den Karl Morre genommen (geboren am 8. November 1832 zu Klagenfnrt), für dessen Volksstücke des Meisters Worte zutreffen: „Greift nur hinein in's volle Menschenleben! Und wo ihr's packt, da ist es interessant." Wohl gäbe es eine stattliche Reihe von Namen der Volksliederdichter im sanglustigen Körnten, hätte man sie aufzeichnen mögen. Aber das Lied ist ja nur ein Kind des Augen- blicks, Lust und Leid stehen als Pathen an seiner Wiege. Wer fragt da viel nach dem Dichter! Weun es gefällt, so lebt es fort, der Dichter ist bald vergessen. Nnr vom besonders reich begabten Sänger, der mit gemüthvollem Hnmor oder beißendem Witz das beste Zeug zum Reimen verbindet, spricht man noch durch einige Zeit als von einem, „der's kinueu hat." Die bekanntesten Vierzeiler haben wohl vom Krapfelde aus, wo diese Art des Liedes sich von altersher besonderer Pflege erfreute, durch die weitverzweigte Familie vou Knapitsch ihre Verbreitung gefunden. Im Gurkthal bleibt der Thurnhofer unvergessen. R. Gorton aus Weitensseld, Besitzer des Thnrnhofes bei Zweinitz, hat gar manches heitere, herzinnige Lied gesnngen. Ein reichbegabter, freilich nur in sehr bescheidenen Verhältnissen lebender Dichter war Georg Brunner, vul^o Zigeuner in Döbriach bei Millstatt. Seine Seele war ein unerschöpflicher Liederborn. Auf jeder Hochzeit, auf jedem Kirchtag war er der willkommenste Gast, denn traurig hat man ihu nie gesehen, und was er in gereimten Vierzeilern bei solchen Gelegenheiten auf dem Tanzboden, umdrängt von begierig lauschenden Paaren, sprach, war von verblüffender Wahrheit. Das Lavantthal, welches anßer den üblichen Vierzeilern recht charakteristische Zweizeiler besitzt, nennt als seinen getreuen Sohn Dr. Alois Wölwich (geboren zu Weiseuau am 28. Juli 1834), jetzt k. k. Notar in St . Paul. Wölwich hat sich nicht nur um die Ausbildung, Verbreitung und Pflege des Kärntnerliedes überhaupt ein großes Verdienst erworben, auch gar manches heitere oder tief gemüthliche Lied dankt ihm seine Entstehung. Edmund Freiherr von Herbert, Pogatfchnigg und Herrmann, Frd. Leon, I. Reiner, Fr. Decker und Andere haben die in einzelnen Thälern Kärntens gesungenen Weisen gesammelt und herausgegeben. Ferdinand Alpenheim brachte in seinen „Gentianen"
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Kärnten und Krain, Band 8
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Kärnten und Krain
Band
8
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1891
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
16.41 x 23.03 cm
Seiten
532
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
Kronprinzenwerk deutsch
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