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Dedication. In dieser reich angelegten Kirche allein kommt das Schema einer romanischen
Krenzbasilica mit vortretendem Querschiff, zwei Westthürmen, Chorquadrat und drei
Ostapsiden vollständig zur Durchführung. Die Schiffe sind durch breite Pfeiler geschieden,
welchen Halbsäulen in der Längsrichtung vorgelegt sind. Ein Gurtbogen vor dem eigent-
lichen Querhause trennt das jüngere, einfachere Langhaus von dem mit großer Eleganz
und reicher Formschönheit ausgeführten Querschiff und Chor. Wunderliche Werkstücke
Chor der Gurker Gruftkirche mit dem Grundriß der Krypta.
vom ursprünglichen Bau sind an den jüngeren Westthürmen verwendet worden. Was
dem wohlerhaltenen und gntgepflegten Bau zum besonderen Vortheil gereicht, ist seine
hohe Lage auf einem terrassenartigen Unterbau, sein wohlgegliederter Sockel, der nur
einmal durch den edlen Portalvorbau durchbrochen wird. Die Details an diesem Kirchen-
bau sind sehr mannigfaltig gebildet. Vom decorirten Würfelcapitäl bis zum fast gothisch
ftilifirten Blattcapitäl erblickt man alle Formen und Wandlungen dieses wichtigen Bau-
gliedes. Die ursprüngliche Balkendecke des 52 46 Meter langen und 19 28 Meter breiten
Baues wurde nach dem Brande im Jahre 1375 dnrch ein Steingewölbe ersetzt, das auf
Polygone Vorlagen sich stützt.
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Kärnten und Krain, Band 8
- Titel
- Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
- Untertitel
- Kärnten und Krain
- Band
- 8
- Herausgeber
- Erzherzog Rudolf
- Verlag
- k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
- Ort
- Wien
- Datum
- 1891
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 16.41 x 23.03 cm
- Seiten
- 532
- Schlagwörter
- Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
- Kategorien
- Kronprinzenwerk deutsch