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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Kärnten und Krain, Band 8
Seite - 198 -
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198 Die Schlößchen in der Umgebung von Klagenfurt: Auuabichl, Drasiug, Horustein, St. Georgen am Saudhof, Marienhof, Meiselberg, Portendorf, Zigulln, Farchern, Pichl- hof, Pitzlstetten und andere repräseutireu recht hübsch den Charakter dieser Bauperiode. Teutschach ist ein ansehnliches zweistöckiges Schloß mit eiuer wunderbaren Fernsicht auf die ganze Karavaukeukette. Es stammt aus alter Zeit, hat vier Thürme, Arkaden in dem viereckigen Hof und viele geräumige Gemächer. Es wurde öfter restaurirt, aber nicht zur Zierde des Baues. Auf dem Platze in Wolfsberg befindet sich eine recht charakteristische Pestsäule vom Jahre 1718. Auf eiuer römische» Säule aus Salzburger Marmor thront Maria, etwas tiefer von vier Heiligen umgeben. Ans den Ecken des sauberen Geläuders stehen vier gut gearbeitete Engelkinder mit Jnschristtafeln. Im XIX. Jahrhundert wurden von alten Schlössern gründlich umgebaut und restaurirt das gräflich Henkelsche Schloß in Wolfsberg im Tndorstil von den Architekten I. von Romano und A. Schwendenwein, vollendet aber im Jahre 1851 vom Architekten A. Bierbaum. Letzterer restaurirte auch das gräflich Christaluiggsche Schloß in Eberstein. Richtig restaurirt, vielleicht einzig in seiner Art ist das Schloß Groppenstein bei Ober- Vellach. Architekt A. Stipperger stellte es im Burgenstil her und ließ es auch mittelalterlich einrichten. 1854 wurde Pichlern bei Klagenfurt, Herrn Dr. von Edelmann gehörig, von Professor Rösner und 1867 auch das Baron Reyersche Schloß Krastowitz vom Architekten Hansen vorzüglich restaurirt. Ein seltener Bau der Neuzeit ist das Mausoleum der Gräfin Henkel in Wolfsberg (1858 bis 1863). An den Abhängen der Koralpe ist dieser Ban schon weithin sichtbar. Er ist ganz aus Quadern gebant. Stnfen führen zur Vorhalle, auf welcher drei römische Säulen die Rundbogen tragen. In der Mitte führt eine große Thür zum Innern und geradeaus abwärts über Stufen zur gewölbten Gruft. Zu beiden Seiten gelangt man über mehrere Stufen in die achteckige Halle mit Kuppel, über welcher eine schlanke Laterne, auf Säulchen gestützt, angebracht ist. Der Raum ist von drei großen Ruudbogeufeusteru beleuchtet, die Halle weiß gehalten. Hier steht auch das vom Bildhauer Kiß iu Berlin meisterhaft ausgeführte Monument, die Gräfin liegend in Lebensgröße darstellend, von Earraramarmor. Der Sockel ist aus grauem Marmor. Es ist das schönste Kunstwerk der Neuzeit in Körnten. Der Stil dieses Baues ist ein Gemenge von Römisch-Romanisch und Renaissance, sowie eigene Erfindung. Die Pläne stammen von dem preußische» Oberbaurath August Stüler. Von Neubauten sind in Klagenfurt zu erwähnen die durch die Muuisiceuz der kärntnischen Sparkasse errichteten öffentlichen Anstalten. In erster Linie das kärntnische Landesmuseum „Rudolfinnm" mit einem prachtvollen römischen Vestibül. Acht Säulen
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Kärnten und Krain, Band 8
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Kärnten und Krain
Band
8
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1891
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
16.41 x 23.03 cm
Seiten
532
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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