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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Kärnten und Krain, Band 8
Seite - 241 -
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241 zur Zugzeit im Gebiete des Kärutnerlaudes. Von schädlichem Haarwild finden wir am verbreitetsten den Fuchs und die Marderarten; selten verirrt sich aus deu kroatischen oder krainischen Nachbargebieten Jsegrimm und noch seltener Meister Petz ins Kärntnerland; ebenso sind der Luchs und die Wildkatze schon große Seltenheiten geworden. Dagegen decimiren verwilderte Hauskatzen den Hühnerstand und vernichten manche Brüt unserer gefiederten Sänger. Von schädlichem Flugwild sind vor allen die verschiedenen Adler- nnd Geierarten bemerkenswerth, von ersteren besonders der Stein- und Seeadler, von letzteren der graue Geier. Auch die verschiedenen Falkenarten und von den Nachtraubvögelu der Uhu kommen häufig vor. Endlich ist auch der Elstern, Krähen und Heher, sowie der Würgerarten nicht zu vergessen, welche so manches Siugvogeluest zerstören und dem jungen unbeholfenen Lampe oft genug den Garaus machen. Von den Jagdmethoden ist die allgemeinste in der Ebene uud im Mittelgebirge die Brakade mit Hunden, im Hochgebirge die Treibjagd, die Pürsche, der Anstand und die Suche mit dem Vorstehhund. Wohl eine der interessantesten, aufregendsten und originellsten Jagden ist die Fuchsbrakade, bei welcher ein vorsichtiger und ruhiger Schütze in einem Triebe mehrere Füchse zur Strecke bringen kann. Als Beispiel sei das Ergebniß einer Fnchsbrakade im Reviere der Klagensnrter Jagdgesellschaft „Nurrenwald" erwähnt. Es wurden im Jahre 1886 von 30 Schützen in drei Trieben nicht weniger als 14 Füchse zur Strecke gebracht. Bergbau, Hütten, Fabriken und Oerkehr. Der Boden Kärntens gehört im centralen nördlichen Theile vornehmlich den Urschiefern der Primärformation an, dagegen ist die südliche Nebenzone hauptsächlich aus den Kalken der Trias- und rhätischen Formation aufgebaut. In beiden Gebieten treten Glieder der Steinkohlenformation auf. Im Allgemeinen scheidet die Dran die zu hohen Gebirgszügeu gefalteteu Urschiefer des Nordens von den Kalken des Südens und durchbricht nur dort das Urgebirge, wo sie die westöstliche Richtung verläßt, wie dies auf der Strecke Lind-Paternion und Schwabegg-Unterdranbnrg der Fall ist. Wo im Gebiete der südlichen Kalkalpen Aufbrüche von Urschiefer getroffen werden, wie znm Theil im Gailthal oder, iu Gesellschaft vou Granit nnd Tonalitgneiß, in Ebriach, Schwarzenbach, da werden sie von den Schiefern uud Kalken der Silur- und Steinkohlenformation über- lagert, hinter welchen sich dann die Glieder der Triasformation erheben. Zwischen der Ursula und dem Obir lehnt sich ein unuuterbrochener Streifen des unteren Jura an den Nordfnß der Karavanken, durch seine braunrothen Eneriniten-Marmore erkenntlich. Die Kreideformation ist im Krapffeld und im Görtfchitzthal am meisten entwickelt. Größere Ausdehnung hat die Tertiär- und Qnartärformation in Kärntens Hanptthälern, welche Kärnten und Krain. 16
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Kärnten und Krain, Band 8
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Kärnten und Krain
Band
8
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1891
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
16.41 x 23.03 cm
Seiten
532
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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