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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Kärnten und Krain, Band 8
Seite - 246 -
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246 Jvanec verhüttet. Das beim Schlemmprocesse in Bleiberg gewonnene Blendemehl wird als Zinkgrau und der sogenannte Mott in Raibl als Ocker an Farbenfabriken abgesetzt. Das gänzliche Fehlen von Arsen und Phosphor, die verschwindenden Mengen von Silber und Antimon im Kärntner, insbesondere im Bleiberger Blei bewirken seine ausgezeichnete Qualität. Dasselbe hat eine vortreffliche Eignnng für sehr reine, feine Bleifarben und dieneu der Erzeugung der letzteren vier Bleiweißfabriken, darunter die im Jahre 1759 in Klagenfurt uud die später in Wolfsberg errichteten Fabriken altbewährten Rufes, eine kleinere Fabrik in St. Veit und eine zweite größere in Klagenfurt. Zwei Fabriken, die eine bei Klagenfurt, die andere bei Villach, verarbeiten Blei zu Glätte und Mennig. Zur Bleiwaarenerzeugung dienen drei Schrot thürme in Gnrlitsch, Gailitz und Föderauu und eine Ble icompress ionswaaren-Fabr ik in St. Martin bei Villach. Der Gebirgszug, welcher als Fortsetzuug der hohen Tauern aus dem Gebiete der Lieser ostwärts läuft uud schließlich als Sau- uud Koralpe gegeu Süden abbiegt, enthält quarzreiche mit Glimmerschiefer wechfellagerude Gueiße mit Amphibolit, Eklogit, Tnrmalinfels, Urkalk und Phyllite in eoncordanter Schichtenfolge. In diesem Urkalke nnn sind jene altberühmten Spatheisenstein-, Brauneisenstein- und Eisenglanz- lager eingeschlossen, welche seit lauger Zeit (iu der Krems, bei Friesach, Waitschach, Hütteuberg, Heft, Lölliug, Wölch, Loben, Waldenstein) ausgebeutet werden. Das Haupt- lager dieser Eisenerze liegt im Hüt tenberger Erzberg, einem westlichen Ausläufer der Saualpe, von Alters her „die Hanpteisenwnrzen" genannt. Hier finden sich in fiinf Lagern von krystallinischem Kalk, welche Glimmerschiefer trennt, sechs langgestreckte Spatheisensteinlinsen in der veränderlichen Mächtigkeit von 2 bis 95 Meter eingeschlossen, welche gleich dem Nebengestein unter 43 Grad nach Südwest einfallen. Die Erze sind an der Nord-, Süd- und Westseite des Berges stollenmäßig aufgeschlossen und werden durch Querbau mit Versatz abgebaut. Von der Erzberghöhe werden sie auf selbstlaufenden Hunden über Horizontal- und schiefe Bahnen in der Länge von 43 Kilometern nördlich znr Hochofen- und Bessemeranlage in Heft, südlich zur Hochofeuaulage in Lölling und westlich auf den Bahnhof Hüttenberg gefördert, wo sie nach Prevali verladen werden. Durch die Erzschwere werden wieder die Bergwerksmaterialien auf den Erzberg gehoben. Die bei den Bremsmaschinen übliche Lufthemmung fand hier 1848 ihre erste Nutzanwendung beim Bergbaubetriebe. Von den neun kärntuischeu Eiseustein-Bergbauunteruehmungen ist heute nur eine, jene auf dem Hüttenberger Erzberge, in factischem Betriebe und förderten daselbst (im Jahre 1887) 547 Arbeiter 750.464 Metercentner Erze im Prodnctionswerthe von 300.185 Gulden zu Tage. Alle übrigen Grubeubaue des genannten Eisenerzznges sind
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Kärnten und Krain, Band 8
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Kärnten und Krain
Band
8
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1891
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
16.41 x 23.03 cm
Seiten
532
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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