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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Kärnten und Krain, Band 8
Seite - 248 -
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248 Raffinirwerke, zum Theil auch außer Landes wandern. Von 18 Eisenhochöfen waren 1887 nur 8, davon 5 unmittelbar am Fuße des Erzberges, im Betriebe; aus 705.316 Meter- centnern Rösterz wurdeu bei einem Kohlenverbrauche vou 208.659 Kubikmeter und 52.131 Metereentnern Coaks 330.433 Metercentner Roheisen im Werthe von 1,676.854 Gulden erzeugt. An Bessemermetall betrug die Jahresproduction in Heft und Prevali 230,679 Metercentner mit dem Verfeinerungswerthe von 622.673 Gulden. Dem Fortschritt der Eisenhüttentechnik ist es gelungen, daß jetzt das Ausbringen und Aufbringen von Eisen und Stahl ein sehr hohes und der Brennstoffaufwand ein geringer genannt werden muß, weuu man das heutige Verfahren mit jenem der Vorzeit vergleicht. Die keltischen Noriker machten ihr Eisen in Erd gruben, deren Einrichtung noch in Überresten am Hüttenberger Erzberg zu sehen ist; die Römer, welche das norische Eisen besonders hoch schätzten, gingen zu Schachtöfen über; an die Stelle der Hand- und Tretgebläse kamen in der Folge Wasserradgebläse und entwickelte sich der Stuckofen- betrieb, der sich bis in das vorige Jahrhundert erhalte» hat. Im Mittelalter kam der Hüttenberger Erzberg in den Besitz des Hochstiftes Salzburg. Der Bergbaubetrieb war 1567 uuter die Ferdinandeische, von 1759 bis 1854 unter die Theresianische Bergordnung gestellt. 1570 wurde zuerst iu Urtl zum coutiuuirlicheu Floßofenbetr ieb übergegangen und von da an entwickelte sich immer mehr der Hochofenbetrieb, welcher das Aufgehen der kleinen Unternehmungen in wenige größere, zuletzt in vier große zur Folge hatte. Aber auch diese traten 1869 zu der Hütteuberger Eiseuwerksgesellschast zusammen, welche 1881 wieder in der noch größeren Österreichisch-Alpinen Montangesellschaft aufging. Ein Überblick der gefammten Kärntner Bergbanindnstrie im Jahre 1887 zeigt uns, daß vou 70 Bergbauunternehmungen auf 5.422 Hektar belehnter Fläche nnr 24 im Betriebe waren und vou 29 Hütteuwerken nur 13 ununterbrochen rauchten. 4.269 Arbeiter nebst einer Maschinenkraft von 2.900 Pferden und 103 Kilometer Förderbahnen dienten dem Bergbau- und Hüttenbetriebe. Der Werth der gesammten Prodnetion betrug infolge der stark gesunkenen Metallpreise und der namhaft verminderten Roheisenerzeugung nur 3,264.153 Guldeu, das ist die Hälfte desjenigen im Jahre 1883 und war nin l'/z Million unter dem Durchschnitt der vorausgegangenen zehn Jahre. Die tiefgehende Einwirkung dieser Krise auf den Wohlstand der Bevölkerung liegt klar zu Tage. Nur die größte Thatkraft und das patriotische Zusammenwirken aller Betheiligten wird den schweren Concnrrenzkampf mit Erfolg überstehen lassen. Während bei der Verarbeitung von Blei zu den üblichen Bleifabrikaten im letzten Jahrhundert nur geringe und keineswegs umwälzende Veränderungen vor sich gingen, war dies bei der Gewinnung und Überführung von Eisen in Handelswaare allerdings in hohem Maße der Fall. Als die Eisenindustrie nur auf Holzkohle als Brennstoff angewiesen,
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Kärnten und Krain, Band 8
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Kärnten und Krain
Band
8
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1891
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
16.41 x 23.03 cm
Seiten
532
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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