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Stadtgemeiiide Laibach auch schon 1860 dem Heldeumarschall, ihrem Ehrenbürger, in
dem Roudeau der Sternallee eine Kolvssalbüste aus Bronze von Meister Fernkorn
gewidmet hat.
Aus der Thalebeue von Laibach in der Richtung gegeu Südosteu über St. Marein
nnd das obere Thal der bei Obergurk mit einer Mächtigkeit gleich der des Laibachflusses
zutage tretenden Gnrk bis an die in ihrem Ursprung uud Unterlauf Kroatien augehöreude,
in ihrem Ober- uud Mittellauf aber Kroatien von Krain abgrenzende Knlpa sich ziehend,
scheidet die Hanptaxe des Landes, den Unterkrainer Boden in zwei wesentlich
verschiedene Theile, den östlichen, mit von Westen nach Osten streichenden, von vielen
oft recht lieblichen Längen- und Querthälern unterbrochenen, durch ihre der Steiukohleu-
uud Triasperiode «zugehörigen Schichten das Vorland der Alpen repräseutireudeu wald-
bedeckten und rebennmkränzten Hügeln und Bergen und den westlichen Theil mit seinen
Schichten der Kreideformation, deren Klüfte und Trichter schon den Karstcharakter des
anraiueuden Juuerkraiuer Bodeus weisen.
Die von Laibach bis an das Uskokengebirge nnd von der oberen Gnrk bis an die
Save sich erstreckende Bodenfläche von Unterkraiu gliedert sich naturgemäß in fünf
Abtheilungen mit den orvgraphischen Wegweisern der Littaier Berge, der Treffener und
Nassenfnßer Höhen, der Uskokenberge und der Möttling-Cernembler Abdachung. Die
erste dieser fünf Partien Unterkraius erscheint von den Littaier Bergen durchzogen, die
sich am rechten Ufer der Save in zwei nahezu parallel laufenden, doch mehrfach von
einander geschiedenen Ketten hin erstrecken. Die nördliche der beiden Bergketten dehnt sich
vom 793 Meter hoch gelegenen Jancberg bei Laibach bis zu dem gegenüber von Trisail
gelegenen 674 Meter hohen Pfarramt Dobouz, an dessen Vorbergen der romantische
Wasserfall Mitale in die Tiefe branst, und erreicht südlich von Dobouz iu dem
1.219 Meter sich erhebenden Knmberg die höchste Spitze nicht nur dieses Gebirgszuges,
sondern der Berge Unterkraius überhaupt; die südlichere Kette der Littaier Berge läuft
vom 581 Meter hohen nördlich von St. Marein gelegenen Movnik bis an den 536 Meter
hohen Wetternich im Nordwesten bei Savenstein an der Save, welche sich an der Grenze
von Steiermark (bei der Eisenbahnstation von Trisail) gegen Südost wendet und in einer
Länge vvu 64 Kilometern die Grenze zwischen Krain und Steiermark und weitere 5 Kilo-
meter hin jene von Krain nnd Kroatien mit immer mehr uud mehr sich verbreiternde»
Uferflächen bildet.
Im Gebiete der Littaier Bergkette liegt an der die Südbahnstation Littai mit dem
Hauptorte Unterkraius, der Stadt Rudolfswerth, verbiudeudeu Landstraße der für Krain
denkwürdige Ort Wagensberg (429 Meter) mit dem gleichnamigen gegenwärtig fürstlich
Windischgrätz'schen Schlosse Wagensberg, das einstige Tuseulum des vielgenannte«
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Kärnten und Krain, Band 8
- Titel
- Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
- Untertitel
- Kärnten und Krain
- Band
- 8
- Herausgeber
- Erzherzog Rudolf
- Verlag
- k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
- Ort
- Wien
- Datum
- 1891
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 16.41 x 23.03 cm
- Seiten
- 532
- Schlagwörter
- Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
- Kategorien
- Kronprinzenwerk deutsch