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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Das Küstenland, Band 10
Seite - 320 -
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320 transportable elektrische Lichter verfügbar sind, nm je nach Bedürfniß bei den zur Nachtzeit ausgeführten Ladungs- oder Löschungsoperationen der Schiffe verwendet zu werden. Kaum war der Schlußstein des neuen Hafens gelegt, so stellte sich bereits die Noth- wendigkeit einer Erweiterung der Hafenanlagen heraus. Die Aufhebung des Freihafens war endgiltig auf die Tagesordnung gesetzt, und da zeigten gepflogene Erhebungen, daß man zur Bewältigung der voraussichtlichen Güterbewegung des künftigen Freigebietes mit den bisherigen Vorkehrungen das Auslangen nicht werde finden können. Durch ein Gesetz vom Jahre 1887 wurden abermals vier Millionen Gulden für Hafenbauten in Trieft bewilligt und schon im Herbst desselben Jahres wurde mit der Ausführung der Erwei- terungsarbeiten begonnen. Dieselben umfassen die Herstellung eines großen Molos und eines durch denselben gebildeten Bassins, und zwar auf der südlichen Seite des sogenannten neuen Hafens, ferner die Herstellung eines großen Plateaus in nördlicher Richtung, welches theils für Eisenbahnzwecke, theils für Magazine bestimmt ist. Das bisherige Petroleum- bassin wird künftig dem allgemeinen Verkehr dienen, dagegen hat man in der Bucht von Muggia bei Trieft in der ziemlich isolirten Loealität von S. Sabba eine besondere Hafen- anlage für Petroleumschiffe hergestellt. Erwähnt sei, daß in neuester Zeit das amerikanische Petroleum vielfach durch das Product des Kaukasus verdrängt wurde, und daß man letzteres auf eigens hierzu eingerichteten sogenannten Tank- oder Cisternfchiffen transportirt. Diese Schiffe haben eine Anzahl wohl abgeschlossener Behälter, in welche im Einschiffungs- orte — Batnm — das Petroleum eingepumpt wird. Im Bestimmungshafen pumpt man sodann durch Dampfkraft und vermittelst Röhrenleitnngen das Öl aus dem Schiffe in große eiserne Reservoirs, aus denen wieder in ähnlicher Weise die Verladung auf die Eisternwaggons geschieht. Schließlich gehört zu den neuen Anlagen noch ein gleichfalls durch Anschüttung dem Meere abgewonnener Holzlagerplatz seitlich des Leuchtthurms. In Verbindung mit den eigentlichen Hafenarbeiten stehen die großartigen Magazinsbauten und die sonstige Ausrüstung des Hafens, namentlich die Ladevorrichtungen und hydrau- lischen Krahne. Alle diese Einrichtungen wurden der Gemeinde und der Handelskammer von Trieft im Jahre 1887 im Wege einer besonderen Concession mit dem Recht des Betriebes auf die Dauer von 90 Jahren übertragen. Es handelt sich hierbei um 29 Magazine und Güterschoppen (Hangars) mit einem Belegraum von ungefähr 170.000 Quadrat- meter nebst den sonstigen Einrichtungen. Ebenso wichtig als gute Häfen ist für die Schiffahrt eine ausreichende Beleuchtung der Küste, um bei Nachtzeit dem Schiffer sichere Anhaltspunkte zur Bestimmung seines Enrses zu gewähren. In früherer Zeit schenkte man der Küstenbelenchtnng wenig Aufmerksamkeit. Aus dem vorigen Jahrhundert weiß man nur von einem Leuchtfeuer am Eingang des Triester Hafens und einigen kleinen Hafenlichtern zu berichten. Erst 1817 wurde eine
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Das Küstenland, Band 10
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Das Küstenland
Band
10
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1891
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.63 x 22.44 cm
Seiten
390
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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