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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Das Küstenland, Band 10
Seite - 344 -
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344 (auch Groppe genannt), besitzen zu einer Art Saugnapf verwachsene Bauchflossen und einen schleimigen Körper. Trotz ihrer geringeren Größe sind sie doch von durchaus uicht unerheb- lichem Nutzen für die Küstenbevölkerung, da sie in großen Mengen und verschiedeneu Arte» überall vorkommen. Die Ährenfische sind noch kleiner als die Meergrundeln, leben aber in Schwärmen gesellig nahe der Küste, so daß große Mengen der, freilich wenig schmack haften Fischchen gefangen werden können. Sie bilden den Hauptbestandtheil der „ZVIimi- la^lia-, einer Sammlung verschiedener kleiner Fische, die auf dem Markte feilgeboten werden. Die Ährenfische werden mit besonderen Handnetzen, der „^nFuellera", mit sehr feinen Maschen gefangen. Neben den Standfischen, welche theils nahe der Küste, theils auf seichten Gründen vorkommen, ist noch eine Anzahl Fische zu erwähnen, die das ganze Jahr hindurch uur auf den tieferen Schlamm- und Sandgründen des Meeres Hausen. Es sind dies die Arten der Schellfische oder Gadideu, dann einzelne sonderbare Fischsormen, wie der Petersfisch, italienisch Lampiero (^eus tader) und der breitmäulige, flache Teufelsfisch, italienisch klospv piscawrius) und namentlich die große Anzahl der Rochen uud Haie. Die Gadiden sind durch die Schellfische des Mittelmeers, italienisch Hloli, meist kleinere Fische, vertreten. Etwas größer wird der Merlan, italienisch ^lerlvWv ^lerlueius esculentus), der ein wohlschmeckendes Fleisch besitzt, während die Haie und Rochen, welche Knorpelfische in ziemlich großer Anzahl gefangen werden, meist nur den ärmeren Volksklassen zur Nahrung dienen. Eine einzige Art der Haifische, der Dornhai, italienisch ^sial <Aeantkias vulßaris), hat ein feineres, wohlschmeckendes Fleisch und erlangt deswegen auf den Märkten einen höheren Preis. Die Rochen, von denen einige zn bedeutenden Dimensionen answachsen, sind sämmtlich gering geschätzte Fische. Auf den Markt kommen zumeist kleinere Arten von Haien, wie der Katzenhai, italienisch Aata (Leyllium), der Hundshai, italienisch ?esce cane (Nustelus) und der Dornhai, die höchstens einen Meter lang werden. Im Binnenland knüpft man an den Namen Haifisch meist den Begriff eines gewaltigen, dem Menschen gefährlichen Meer- bewohners. Dies ist aber bei den genannten Haien durchaus nicht der Fall, da dieselben ganz harmlos sind und nur Krustenthieren, Tintenfischen oder kleineren Fischen nach- stellen. Der gewaltige Räuber, welcher alle wärmeren Meere unsicher macht, ist der Grundhai, italienisch (Larckarockon klonckeletti), der 4 bis 5 Meter lang wird, mit einer 40 bis 50 Centimeter breiten Rachenspalte, die mit großeu dreikautigeu, an den Rändern sägeartig eingekerbten Zähnen bewaffnet ist. Dieser ist aber zum Glück ein seltener Gast in der Adria und werden alljährlich in der langen Meeresstrecke von Trieft bis nach den dalmatinischen Inseln höchstens fünf bis sechs Exemplare erlegt. Das Fleisch dieses Haies, sowie einiger anderen, ebenfalls seltenen größeren Haifische, die aber
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Das Küstenland, Band 10
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Das Küstenland
Band
10
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1891
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.63 x 22.44 cm
Seiten
390
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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