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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Das Küstenland, Band 10
Seite - 355 -
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355 Strich, fettglänzend, bitninenreich, leicht entzündlich und mit lichter Flamme brennend. Sie enthält 70 Prveent Kohlenstoff und unterliegt nicht der Selbstentzündung. Bei einer Längenausdehnung im Streichen vvn 5.200, einer Breite im Verflächen von 700 bis 1.800 Meter beträgt der Flächeninhalt der verliehenen Grubenmaße 527 Hektar. Doch setzt sich das Flötzvorkommen auch weiter, besonders in nordöstlicher und östlicher Richtung sort, wie zahlreiche Aufschlüsse darthun. Man schätzt das abbauwürdige, außer deu verliehenen Gruben noch vorhandene Rohleuterrain aus 4.000 Hektar. Gegenwärtig werden 700.000 Metereentner Kohlen jährlich gefördert und dürften sich in den bestehenden Grubenmaßen noch bei vier Millionen Tonnen „schwarze Diamanten" befinden. Dem Betriebe dieueu die ani Werk verwendeten Locomotiven und sonstigen Dampfmaschinen, zusammen vvu 300 Pferdekräften, und 35 Kilometer Eisenbahnen, wovon 27 Kilometer unterirdisch sind. Die zum Theil mit Pferden aus der Grube geförderte Kohle gelangt mittelst einer schmalspurigen, fast 8 Kilometer langen Loeomotivbahu nach Stalije am Arsa-Kanal, dein Ankerplatz der Küstenfahrer. Daselbst werden aus dem Abfall an Staub und Feingries Briquettes gepreßt (150.000 Metereentner im Jahre); überdies wird das ganze Material sortirt nnd direct in die Schiffe verladen. Zwei Drittel der Jahres- produktion gehen uach Ost-Italien, der Rest nach den österreichisch-uugarischeu Seeküsten. Für das östliche Jstrien ist dieser Bergbau, welcher bei tausend meist einheimische Arbeiter beschäftigt nnd ihnen jährlich eine Viertel Million Gulden an Löhnen zuführt, vou hervor- rageuder volkswirthschaftlicher Bedeutung. Forstwesen in jstrien und Triest. Die Wälder Jstriens nnd des Gebietes der Stadt Triest, wovon erstere 25 Proceut, letztere 19 Proceut der Laudesfläche einnehmen, sind in mehrfacher Hinsicht von jenen der übrigen österreichischen Kronländer verschieden. Während in letzteren die Hochwälder weitaus überwiegen, sind im Küstenland die Niederwälder mit meist sehr kurzem Benützungsalter vorherrschend, was theils in dem Maugel an Nadelhölzern, theils iu deu günstigen Absatzverhältnissen für schwaches Brennholz begründet ist. Auch die sorstliche Flora weicht, uameutlich iu dem Küstenstrich und auf deu quaruerifcheu Inseln, von jener der nördlicher gelegenen Länder bedeutend ab. Mau unterscheidet in Jstrien drei durch Klima uud Höhenlage ziemlich scharf getrennte Zonen, nämlich jene der Gebirgsregion, welche die bei Herpelje im Nordosten vvn Triest beginnende, bis Fiume und Fianvna streichende isvlirte Gebirgskette umfaßt uud bei einer durchschnittlichen Seehöhe von 1.000 Meter in dem Monte maggiore (1.396 Meter) gipfelt, dann die Region des Hügellandes, zu welcher auch das Gebiet vvu Triest gehört, mit einer Seehöhe bis 500 Meter, endlich eine» schmalen Küstenstreiseu uebst den Inseln. SS"
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Das Küstenland, Band 10
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Das Küstenland
Band
10
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1891
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.63 x 22.44 cm
Seiten
390
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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