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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (3), Band 12
Seite - 196 -
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19« Alexander Marksi, die Juristen Matthias Markovics, Emerich Kelemeu, Jgnaz Frank, Emil Recsy und den unlängst verstorbenen Theodor Pauler, die Mediciner Michael Lenhossek, Jgnaz Seininelweis, Johann Balassa, Koloman Balogh, die Philosophen und Naturforscher Georg Pray, Andreas Dngonics, Stefan Katona, Nikolaus Revai, Stefau Horvät, Paul Kitaibel, Johann Pasquich, August Greguss und Franz Toldy; damit ist der ehrenvolle Antheil charakterisirt, den die erste Hochschule Ungarns an der Geschichte der Wissenschaften sich errungen hat. Heute gibt es unter den europäischen Hochschulen, die nach unseren Begriffen als Universitäten anzusprechen sind, nur sechs, deren Zahlen die der Universität Budapest über- treffen, nämlich Paris, Wien, Madrid, Berlin, Neapel und München. Die Budapester Universität hatte in den letzten Jahren 3'/? Tausend Hörer; der größte Theil dieser Anzahl (etwa 1700) fällt immer der juridischen Facultät zu, was um so charakteristischer ist, als Uugaru außer den beiden Universitäten noch elf juridische Schulen, sogenannte Rechts- akademien und Rechtslyceen hat. Aber auch nach der Menge ihrer Lehrkräfte nimmt sie einen vornehmen Platz ein; die Zahl ihrer ordentlichen und außerordentlichen Professoren, Docenten und Lehrer beträgt 188 und wird unter den österreichischen Universitäten nur vou Wieu, unter den deutschen von Berlin und Leipzig, unter den französischen nur von Paris, unter den italienischen von Neapel übertroffen. Die Kosten der Budapester Universität sind bereits auf über 700.000 Gulden jährlich gestiegen, wovon jedoch der größere Theil durch die Anstalt selbst aus dem Reinerträgniß ihrer eigenen Fonds, aus Schulgelder», Kraukengebühren n. s. w. gedeckt wird. Außer der Bibliothek von 240.000 Bänden besitze» jetzt auch die einzelnen Institute der Universität nngemein reiche und werthvolle Sammluugeu, die fast durchwegs iu stattliche», deu Ansprüchen und Errungenschaften der modernen Wissenschaft entsprechenden Gebäuden untergebracht sind. Unter diesen ragen besonders hervor: der Bau der Universitäts- bibliothek mit seinem schönen großen Lesesaal, der große gemeinsame Palast der Lehrstühle sur descriptive Naturwissenschaften am Mnsenmsring mit reichen, mustergiltig eingerichteten Sammlungen, gleich dahinter in einer Reihe das physikalische, das chemische, das Physio- logische Institut, feruer die große Gruppe von medicinischen Instituten an der Üllöerstraße, darunter die überaus zweckmäßig geballten Kliniken uud die Räumlichkeiten für mehrere theoretische Fächer, das Decanat, die Rigorosensäle und die specielle Bibliothek der mediciuischeu Facultät, der selbständige Bau des anatomischen Instituts und die Wirthschafts- gebäude für die Verpflegung der Kliniken und anderen Anstalten. An der Üllöerstraße liegt auch, etwas weiter nach außen, das neuerbaute Institut für gerichtliche Medicin in einer Lage, wie sie kaum eiue ähnliche Anstalt Europas hat, endlich der botanische Garten der Universität mit dem botanischen Institut und den entsprechende» Gewächshäusern.
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (3), Band 12
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Ungarn (3)
Band
12
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1893
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.49 x 21.91 cm
Seiten
626
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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