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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Tirol und Vorarlberg, Band 13
Seite - 498 -
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498 über Lob oder Tadel im Ungewissen, Das Original ziert den mit Vorliebe aufgesuchten „Desreggersaal" des Landesmuseums. Zahlreiche Bilder verwandten Inhalts befinden sich auch in anderen Galerien des Inlandes. Der Münchener Schnle geholt auch Franz P la t tne r (gestorben 1890) an, welcher Cornelius sich als Vorbild nahm, dessen Werke er aber, wie seine Fresken im Jnnsbrucker Friedhof zeigen, zu sehr copirte, um die Arbeit als seine eigene bezeichnen zu können. Selbständig trat er in den Wandgemälden der Zirler Kirche auf, die er mit Beihilfe des farbengewandten Arnold junior — ein Sohn des einst viel versprechenden, aber in seiner Heimat zurückgegangenen Meisters Josef Arnold — ausführte. Mit Plattner ging der letzte Historienmaler ans der Münchner Schule zu Grabe. Die Mehrzahl unserer Münchner Künstler wendete sich nämlich der Landschafts- und Genremalerei zu. Zu de« Landschafts- malern ans der Münchener Schule zählt auch Franz Unterberger von Innsbruck, jetzt in Brüssel, von dessen sonnigen Bildern leider nur eines den Weg in seine Heimat gesunden hat. Ein anderer Landschafter, Edgar Mayer, machte sich durch seine naturwahren, kräftigen Aquarelle bekannt. Wie München, so zog auch unsere eigene Reichshauptstadt zahlreiche tirolische Künstlertalente an. Der neueren Wiener Schule entstammen zunächst der Maler Kaspar Jele, der Nestor unserer lebenden Künstler, Edmnnd nnd Angnst von Wörndle, Enkel des tapferen Kämpfers von Spinges, Gottfried und Jguaz Seelos. Edmund von Wörndle ist Landschafter und Historienmaler, Angust ausschließlich das letztere. In seinen landschaft- lichen Bildern benützt Edmnnd von Wörndle nicht blos die saftigen Matten und das eisstarre Hochgebirge seines Heimatlandes, sondern auch seit seineu Reisen im Orient nnd in Italien die landschaftlichen Eigenthümlichkeiten und Schönheiten dieser Länder zu charakteristischer und warmer Darstellung. Auf dem Gebiete der Historienmalerei erwähnen wir seinen Cyklus von Darstellungen aus Parcival, welche ebensoviel Compofitionstalent für historische als landschaftliche Bilder zeigen. Angust von Wörndle, Historienmaler der strengeren Observanz, ward ausersehen, zur inneren Ausschmückung der Votivkirche in Wien mitzuwirken, und rechtfertigte im vollen Maße das ihm geschenkte Vertrauen. Wie die beiden Wörndle macht ein anderes Brüderpaar, Gottfried und Jgnaz Seelos , dem Lande Ehre. Gottfried Seelos ist namentlich ein hochangesehener Aquarell- maler, dessen stimmungsvolle Landschaften durch ebenso kräftige als harmonische Farbe wirken. Seinem Bruder Jgnaz verdanken wir speciell die sorgfältige Aufnahme der Wandbilder von Runkelstein. Die bedeutendsten neueren Bildhauer aus der Wiener Schule sind Josef Ritter von Gasser von Wallhorn und Heinrich Natter von Graun. Gasser wendete sich vorzugsweise der kirchlichen Sculptnr zu, verband mit der edlen Einfachheit altdeutscher Kunst die
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Tirol und Vorarlberg, Band 13
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Tirol und Vorarlberg
Band
13
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1893
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
16.12 x 23.1 cm
Seiten
624
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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