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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Tirol und Vorarlberg, Band 13
Seite - 562 -
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562 Die Größe der Coconsernten im letzten Zusammenstellung: 188 1 1,400.000 Kilogramm 188 2 1,350.000 188 3 1,000.000 188 4 1,275.000 188 5 1,500.000 Decenninm ergeben sich aus nachstehender 188 6 1,800.000 Kilogramm 188 7 2,000.000 188 8 2,150.000 188 9 1,800.000 189 0 1,500.000 „ Große Umwälzungen ergaben sich in den letzten 20 Jahren in Betreff der weiteren Verarbeitung, der Abspinnung der Cocons. Die früher mit Holzfeuer und Handbetrieb in jedem Dorfe arbeitenden und das Prodnct derselben verwerthenden Spinnstühle, diese kleinen Werkstätten, in welchen so viel Lust und Leben herrschten, verschwanden. Sie waren nicht mehr im Stande, den vom Seidenhandel gestellten Anforderungen an die Feinheit und Festigkeit des Seidenfadens zu genügen. An ihre Stelle trat der fabriksmäßige Betrieb. In wenigen großen Spinnereien (k'ilanäe) wird nun das Product des Laudes gesammelt, um dort unter Leitung geschickter Fachmänner von Hunderten theilweise ganz jungen Bauernmädchen, welche sich in die Filanden drängen, versponnen zu werden. Wie dies fast bei jeder Calamität der Fall, hat übrigens auch der Schlag, welcher die Seideu- zucht traf, wesentlich zum Fortschritt derselben beigetragen. Die Ergebnisse einer guten Zucht sind heute viel günstigere, als sie es in früheren Zeiten waren. Der Same wird nicht mehr von den einzelnen kleinen Züchtern, fondern von eigenen sachkundigen Grainenrs in bedeutender Menge und zu billigem Preise, namentlich von der Seiden- baustation des Laudesculturrathes hergestellt. Die Zuchten, mögen sie anch noch immer zu wünschen übrig lassen, werden doch im Ganzen sorgfältiger als ehedem geführt. Heute werden im Lande durchschnittlich über ein und einhalb Millionen Kilo Cocons jährlich geerntet, die zu dem durchschnittlichen Preise von 1 sl. 30 kr. eine Einnahme des Landes von nahezu zwei Millionen Gulden darstellen, welcher Ertrag zudem in 30 bis 35 Tagen ohne große Auslagen erzielt wird. Es ist dies daher gewiß ein land- wirthschastlicher Erwerbszweig, der die vollste Beachtung verdient und dem Lande zum Segen gereicht, besonders wenn die Zucht nicht über das entsprechende Maß ausgedehnt wird und der Maulbeerbaum nur dort seine Stätte findet, wo er andere Culturen, namentlich den Weinbau, nicht ernstlich beeinträchtigt. Obstbau. Neben dem Weinbau hat, besonders in Deutschsüdtirol, der Obstbau eine große wirthschaftliche Bedeutung erlangt. Wenn auch der Obstbau von altersher in den meisten Thälern des Landes betrieben wurde, so hat derselbe doch insbesondere in diesem Jahrhundert in Deutschsüdtirol durch den Anbau uud die Verbreitung feineren Tafel- obstes für den Export eine allgemeine Bedeutung uud einen großen Ruf erlangt; in den
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Tirol und Vorarlberg, Band 13
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Tirol und Vorarlberg
Band
13
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1893
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
16.12 x 23.1 cm
Seiten
624
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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