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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Tirol und Vorarlberg, Band 13
Seite - 566 -
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566 in ganz außerordentlicher Weise, und bestehen unter anderem namentlich in Meran Formobstgärten in bedeutender Ausdehnung, in denen zumeist der weiße Winterealvill, sowie einige der werthvollsten Birnsorten gezogen werden. Die Zahl der im Großen angebauten Obstsorten ist eine sehr beschränkte; darin liegt auch zum Theil die Hauptstärke des Tiroler Obsthandels, der dadurch in die Lage versetzt ist, größere Mengen ein und derselben Sorte liefern zu können. Während das Obst der höheren Lagen etwas derberer Natur ist, zeichnen sich die hauptsächlich in Süd- tirol angebauten Tauben- und Rosenäpfel und Calvills durch elegante Form, Zartheit der Schale, durch zartes, weiches, leicht verdauliches und zum großen Theil stark gewürztes wohlschmeckendes Fleisch, ferner insbesondere durch lange Haltbarkeit aus. Von den heimischen Sorten ist vor Allem der weiße Rosmarinapfel zu nennen, welcher als Qualitätsorte ersteu Ranges den übrigen Tiroler Sorten den Weg bahnte, ja von dem der Ruf geht, daß ihm noch besondere geheime Kräfte innewohnen; demselben schließen sich feine Namensvettern der rothe und Halbweiße Rosmarin an, ohne aber in der Güte ihren berühmt gewordenen Vetter zu erreichen; ferner der Köstlichste, wirklich ein köstlicher Apfel von prächtigem Äußern, der würzige und prachtvoll gefärbte Edelrothe mit äußerst mildem, fem aromatischem Fleische, der lachende Mantnaner und Böhmer und der zierliche „Schlatterer" — der schlotternden Kerne halber so genannt. Von neu eingeführten Sorten verbreitet sich seit einiger Zeit, namentlich im Gartenobstbau, der König der Äpfel, der weltbekannte, köstliche weiße Winterealvill, der in einzelnen Lagen ganz vorzüglich gedeiht. Von Birnen nennen wir die Virgonleuse — die Wintercitronenbirne, die weiße Herbstbutterbirne — die Sommercitronenbirne, die Lpina Larxi, die süße Sorbetto, die als Einsiedebirne bekannte kleine lange Mnscatbirne — Grummetbirne, die wtti, die unter dem Namen Pallabirne, Sommerapotheker- oder Türkenbirne bekannte alte Obst- sorte, sowie die erst später eingeführte und stark verbreitete Williams Christbirne, Diels Butterbirne, Winterdechantsbirne, die Esperens-Bergamotte, die Hardenponts-Winter-, Butterbirne, Olivier de Serres n. s. w. Von Steinobst sind es insbesondere der Pfirsich, die Aprikose (Marille), die Reine- clauden, die Kirschen, denen größere Aufmerksamkeit gewidmet wird; von Kastanien sind die hellfarbigen frühen Kastanien, die sogenannte Rossara, und die später reifende dunkle Sorte, die Maronen, gepflanzt. Die hauptsächlichste Obst-Productionszoue ist jene des Etschthals und namentlich jene des mittleren Laufes der Etfch mit den Hauptgebieten von Bozen, Meran, Lana, Kältern, Neumarkt. In diesen Gebieten finden sich zwar die meisten Obstsorten gepflanzt, doch ragt an Menge des Produktes namentlich das Kernobst — Äpfel und Birnen — nebst den Kastanien hervor. Steinobst wird auf dem Mittelgebirge (Zwetschken) oder in der Umgebung
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Tirol und Vorarlberg, Band 13
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Tirol und Vorarlberg
Band
13
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1893
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
16.12 x 23.1 cm
Seiten
624
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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