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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Böhmen (1), Band 14
Seite - 271 -
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271 Massen seines Volkes zu erhalten wußte. Im Gegensatz zu den volksthümlichen Heeren Zizka's, aus denen jene böhmischen Söldner hervorgingen, die in der Folge häufig in fremden Diensten die Waffen führten, bestanden die deutschen Kreuzheere aus bnnt- gemischten Söldnerscharen ohne genügende militärische Organisation, die nur für Geld kämpften und aller religiösen sowie nationalen Begeisterung bar waren, denn seitdem der große deutsche Einheitsstaat in zahlreiche Zwergstaaten zerfallen war, gab es kein deutsches Nationalbewußtsein und keine deutsche Heerverfassung mehr. Nach Azka's Tod dauerte der innere Krieg zwischen den Adeligen und Pragern einerseits, denTaboriten und Zizka's Anhängern, die sich jetzt „Waisen" nannten und gleich ihm an der Brotverwandlung und Heiligenverehrung festhielten, anderseits fort und wnrde erst durch einen Vergleich im October 1425 beendet. Wiederum erfochten die Hnsiten Gedenktafel von 1437 mit der Bestätigung der Compactaten. unter dem gewesenen Mönch Prokop einen Sieg bei Aussig über ein großes Heer des Kurfürsten Friedrich von Sachsen (Juni 1426). Prokop verschaffte auch den Taboriten nochmals die Herrschaft in Prag selbst, indem er den bereits im Jahre 1422 von den gemäßigten Utraquisteu zum Verweser Böhmens erbetenen Neffen des Großfürsten von Litthauen, Siegmund Korybnt, wegen geheimer Verhandlungen mit dem Papste gefangen nahm und dessen Hauptanhänger vertrieb (April 1427). Prokop war es auch, der eine Reihe Raubzüge in die Nachbarländer unternahm (1426 nach Österreich, 1427 nach der Oberlausitz und dem westlichen Schlesien, 1428 nach Mähren, Nordwestnngarn und Schlesien, 1429 nach der Ober- und Niederlausitz, der Mark Meißen und nach Sachsen, dem Voigtland, Ober- franken und der Oberpfalz, 1430 abermals nach Mähren, Ungarn und Schlesien). Der Zweck dieser ununterbrochenen Kriegszüge war, seinen des Ackerbaues und Handwerks völlig entwöhnten Scharen durch Raub und Plünderung Lebensunterhalt zu verschaffen.
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Böhmen (1), Band 14
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Böhmen (1)
Band
14
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1894
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.78 x 21.93 cm
Seiten
634
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
Kronprinzenwerk deutsch
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