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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Böhmen (1), Band 14
Seite - 311 -
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311 ob alle Stiftungen im Sinne des ursprünglichen Stifters verwaltet würden, und wenn dies nicht der Fall war, dafür Sorge tragen, daß es geschehe. Nun waren fast aus- nahmslos die städtischen Kirchen in der vorhusitischen Zeit erbaut uud mit Einkünften versehen worden: sollten also die Kirchen im ursprünglichen Sinne verwaltet werden, so mußten sie mit ihren Einkünften den Katholiken zurückgegeben werden. Traten katholische Priester an die Stelle der utraquistifchen Geistlichen, so war die Hoffnung nicht unbegründet, daß sie mit der Zeit die Bürger für sich gewiuueu würden, und damit wäre nicht weiter verletzt werde. Der nächste Ständetag wurde für den 21. Mai bestimmt, um die etwaigen Antworten entgegenzunehmen. Die Antwort des Kaisers langte schon im Monat März an und enthielt keine Zusagen, sondern nur die Drohung, daß, wenn sich die Versammlung an dem anberaumten Tag wiederholen sollte, die Urheber derselben vor Gericht gezogen werden würden. Trotz dieser Drohung fügten sich die Defenforen nicht und thaten dies auch nicht, als ein zweites, diesmal weit sanfteres Schreiben aus Wien anlangte, welches die Ankunft des Kaisers und die friedliche Begleichung der Differenzen in Aussicht stellte. So versammelten sich denn am 21. Mai in den Räumen des Prager Universitäts- gebäudes, des Carolinums, abermals die utraquistifchen Stände. Zwei Beamte der in der Gegenreformation ein wichtiger Schritt gethan. Wilhelm Graf Slavata. Der ntraquistische Adel fühlte, daß die Reihe auch an ihn kommen würde, wenn der Angriff auf die Städte gelänge, und so veranlaßten die Defen- foren die Berufung derGlaubeus- genoffen, wozu sie nach den Gesetzen des Jahres 1609 be- rechtigt waren. Dieser utra- qnistische Ständetag trat am 5. März 1618 zusammen und beschloß nicht blos die Abfassung einer Beschwerdeschrift an den Kaiser, sondern ersuchte auch die böhmischen Nebenländer um ihre Vermittlung, damit das Land in seinen Privilegien und Freiheiten
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Böhmen (1), Band 14
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Böhmen (1)
Band
14
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1894
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.78 x 21.93 cm
Seiten
634
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
Kronprinzenwerk deutsch
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