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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Böhmen (1), Band 14
Seite - 488 -
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488 Piseker, Budweiser und Tauser Kreise, zu welchem man noch eine besondere Mundart der Choden zurechnen kann. Der Pilsener Unterdialect bildet einen Übergang vom mittelböhmischen zum west- lichen Dialect. Die Art des Sprechens ist im Ganzen mehr dem Tauser als dem Prager Gebrauche ähnlich. Im Speciellen wird c>n als u gesprochen: näs Väsa si kupil klodnk; — statt i hört man e: tö (dir) neäarn; a, c», n im Anlaut spricht mau oft mit einem d aus: kZanka, kc>6slat, Diese Erscheinung kommt auch auf der Insel von Mies vor. Fragt man: Wer ist das? erwiedert man: l'uten je salai-Hc. Am Kreuzwege fordert man auf: pocl'rne tutaä^ 60 ?I?ni, 60 piaci statt ?I?ne, xräce. Wie im Mittel- böhmischen hört man auch hier Genitiv Pluralis ^eänikuek, voräeuek. Man kaust pntrck, seltener hört mau vitrek, bratieli. Auch habe ich da gehört: vunv na nöj Zalnvali; naKi pa (palc) ^npnvali voves. Der Klattaner Kreis bildet einen Übergang zum Piseker Uuterdialect. Hier spricht man langsamer und der Accent ruht in der Regel auf der ersten Silbe, also neigt sich in dieser Hinsicht die Sprache mehr zum mittelböhmischen Dialect. Man spricht plonk, krouZiälo statt pluk, krnnälo; ?oul, vobonl, Innouli se; — kameli^e, äc> seinenäte, abz? te seslal äarvucka svateko statt lannlie, seininäre, ti u. a.; — nekäa, veä statt nölcäx, vick n. a. Kurz spricht man aus pri äodrein ^clravi, v tvmto novein rc>ce, aber lang pi'i Zul'i vm, pc, nuvviii; eben so rak, räei, inrak, na Icräji, vc>ä rnräxn :c.; — ad^ste se s niin potssili mx s tiin vasira, neni (Tauser nvni. mittelböhmisch neM). Bei den Consonanten will ich nur anmerken: etiöesti, clicasne^, anäel strävee statt Ztösti, strafe; — K6c>, nekclo statt käo, nökäc»; — proseei statt procesi. ? kud'o^e Ic Llliv^cuin llaulu^ paetiolsl^. ^Ila Zti^s heißt inllia pa6ä. Adjectivum Possessivum endet auf cyc; Comp. Iie/.IceM, suetieMi, ^räee^c; inlasi n. s. f. JmPifeker Kreise (vonHorazd'ovitz an) ist charakteristisch: ?kaäkHeeklloreicvin; Xatonce; souseäouc lioll^a als laibekovc» kons; vvni sou naZe kinvtronee (Pathen); öertu^ klulc; doli kv Skrtän (Rachen); neticlo nük>-, nekoinn n. s. f. Diesen Unterdialecten reiht sich auch die Sprache der böhmischen Bevölkerung in der Umgebung von Mies an. Das Material stammt aus den Dörfern Vranov, Wattau, Sviuä, Solislau, Sitno, Vlkys, Ober- und Unter-Sekeran, Pinvvan, Otrocin und Milikan. Die Färbung der Aussprache und die Betonung erinnert an die Choden. Ich führe summarisch folgende Beispiele an: Von nennn^ neineek?; v näSom Frnnts (Feld); icko tc> ptece neni; von^ ta pasü (oni tarn pasou); liäs to veinü; Zs s ni piomluvi, «Z l^He to trva; pri soudaek aber ma sud; V(>nv eetnü; naseko^ekc» bratr^e ek^trs^si; pres stotkn (Hundert); tepriva, nal^upit, ekouäns (eknäne). Fragt man Jemand, l ü spricht man zwischen u und o so, daß der eine oder der andere Vocal mehr oder weniger hörbar ist.
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Böhmen (1), Band 14
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Böhmen (1)
Band
14
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1894
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.78 x 21.93 cm
Seiten
634
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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