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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Böhmen (1), Band 14
Seite - 491 -
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491 i statt e oder richtig i, e ausspricht, läßt sich keine feste Regel aufstellen. Die Aussprache steht in der Mitte zwischen i und e: i in necküli smi ljsms) mit einem Nachklang von e und lekla mit einem Nachklang von i. Dasselbe gilt von s, so: äobti, napilä, nestari^ se, 6c» kosill, umi! — blecko, pleZIi sem, ?adi^s in! u. a. Ein v ist sehr leicht zu unterscheiden, wenn es gesprochen wird, weil man bei ihm ein dunkles e zu hören scheint: in) tu leM, papirovä nivk. d^l (oder dul) n. a. Die Dehnung der Endsilbe ist sehr regelmäßig, Ausnahmen sind selten: veäit — vöäil, prsit — prsilo, sIMt — sl^sil, nur bei der Negation nsviclöt, nesl^set habe ich ein kurzes e gehört. Folgende Beispiele sollen dies klarer machen: teprvä, kopäl — kopäla, v^ekläclns, neekäli, plil, konö jili naliorü, to b^si clostäla, napä6, napü6lo, spläv — splüva, lät ji 60 Iil/lvv, vxdrät, vaclne u. a. Das Volk schiebt gern einen Consonant im Anlaut vor, selbst wenn das Wort mit einem Mitlaut anfängt: Im?en^ maso kumel jest, clo veöera, secli kni^ko, sparno, väole, vvn vo«Znes, >^i nui Iio cil'uu na svrek, vorka stlaeila vüx n. s. f. Aber auch umgekehrt läßt man einen Consonant aus, zum Beispiel: ieko, ick, im, struk, (Iv5, seeko, <Iv>, — oder in der Mitte: ?ottekov (posttekov), klusperk (Ronsberg), kvötina se käti (kiäti), X^cov (^liöov), von te poi (povi), to Hsno ^säno), la^oe, stte^ee (lavice, strevice); oder am Ende: ica pa äste? (kam pak), po-j?st (poM, in anderen Phrasen: jest, sik, spaä (selcl, spaäl) n. s. s. An diese Erscheinung reihen sich die Veränderungen der Consonanten. So wird ek> statt 8, s gesprochen, zum Beispiel: cliöesti straeliliv^ voei, äock easu (äost), was man ostwärts bis zur Moldau siudeu kaun. Am Ende des Wortes wird oft m in n umgewandelt, wenn es uicht überhaupt abfällt, so: s tin semjil, tan ta voäa. Statt r^dnilc sagt man r^mmlc und umgekehrt pisedne^, upridne^', mrtokiavH (vrtolilavv)' clerek, tera, statt declelc, teäa und umgekehrt ärcadlo statt ^rcaälo. In vovesil se (ob-vösil) hört man v statt d, iu beäle d statt v. Man findet hier auch s koMIiekou, p^ivo p^it, 2Mvü, trap^is, Icurotv^e, Iiüxvjc u. a., wo das b, p, v weich ausgesprochen wird. LadikHe diveka dula v näsom kouväreölcu nacl 5eklikoue stu6ni, Kaie Iveiit-inie IZaneieka In n neSIa; Vaelavilcee ckalupa, bednäree äivöics — dagegen wird die Bäuerin Labikovä, 5eklikova genannt; außerdem habe ich auch to dul starMo kostelinkovo s^n gehört. Im Comparativ sagt man SpatneM, suckeM, äodreDi. Die Bewohner in der Umgebung der Wittingauer Teiche nennt man Llat'äei, das heißt Sumpf- oder Teichbewohner. Sie unterschieden sich noch bis vor kurzem vou ihren Nachbarn durch die Tracht, sonst aber auch durch Körperbau und Sprache. Letztere breitet sich bis zu der deutschen Insel Neubystritz, südwestlich bis zur Moldau und südlich theils bis nach Unterösterreich aus, theils grenzt sie an die deutsche Bevölkerung
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Böhmen (1), Band 14
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Böhmen (1)
Band
14
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1894
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.78 x 21.93 cm
Seiten
634
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
Kronprinzenwerk deutsch
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