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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Böhmen (1), Band 14
Seite - 493 -
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Seite - 493 - in Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Böhmen (1), Band 14

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493 dniüclö, mit falscher Analogie nach kure. In Genitiv Plnralis ein langer Vocal: u vrät, vergleiche auch vseck strän, stäl u kläv u. a. Die i-Stämme declinirt man wie 6an. Beim Beiworte nur dodri, äruüi Ii6i gegen 6odr? 6eti, was von dem Mittel- böhmischen verschieden ist. Den östlichen Dialect grenzt eine Hauptlinie von Jaromer nach Ehotebor ab. Sein östlichster Theil sind die sogenannten öoräei, ihre Nachbarn die Üeckaci, welche bis Tyniste sich verbreiten. Den nördlichen Zipfel besitzen die ?oäkoräci und den Übergang westwärts bilden die volaei. Die Üeekäei sprechen hart aus: äeveöka deSela äc> mestu pro tackle (vicllo) a ivvo (pivo), die i weich: pekve^ c>deu. Diesen Dialect charakterisiren die Veränderungen, welche die Gegenwart von einem i in der Silbe verursacht. Ein i wird in H gedehnt: slu äloukou ulice^', s prace^ aber s menSi ^ice^j; im Anlaut nimmt es keinen Mitlaut an: WH, itro, iskrg, — im Auslaut wird es oft abgeworfen: umnH, kacej, volaj, wie im Mittelböhmischen. Geht ihm ein v voran, so wird dieses ausgelassen und das i geht in ^ über, so: mu^cy, tatmkcy, poDaj. Geht ihm ein ^ voran, so wird mit ihm das i in einen Laut verschmolzen, so: lirkyc, ?ajo, vujeico. Im Mittelwort wird auch ein i manchmal ausgelassen und nnr ein weicher Selbstlaut deutet seine frühere Gegenwart an: kaneka n. a. Ein langes e wird sehr häufig in ein i (?) verengt, wie schon oben angeführt worden ist, so: clilib, lito. siclmH ^amitati, t>Ie. Das ö wird nach Lippenlauten hart, so: peknH, deliat, mesto. clo Üaslave. Statt ou hört man auch ej in ple^tva, elilejstnvut, spouekle) und anderen. In vielen Wörtern findet man b statt m, p, v, so: pisedne, eksrba, babwu; v klingt im Anlaut oft einem k ähnlich: kdötuiu, kkostit oder einem u in der Mitte oder am Ende des Wortes: klüuka, krsu, poliuka, lou, im Anlaut nur uach Vorwörtern, welche auf einen Selbstlaut enden, 6c>-usi u. a. Weil dieses eine seltsame Erscheinung ist, so lacht man gewöhnlich die Ostböhmen mit ihrem Icreu, Icuuku :c. ans, ebenso wie die Ehoden mit ihrem dul, die Llutäci mit ihrem von mi pivo. Seltener findet man in einigen Dörfern 6, t statt b, p, was der Aussprache einen harten Klang verleiht, zum Beispiel: <Ze2et, kiäe, «Zek, nat^sm se, steekat statt bööst, lliidö, dök, pökn?, naphsme se, speckat u. s. f. Wo Doppel-n vorkommen sollte, da geht das erste in ein ä über: paäna, ^äna, prkeänej statt purina, prkenne^, was auch iu Nordböhmen vorkommt. In anderen Wörtern wird wieder das t durch ein k verdrängt, zum Beispiel: klustx muso, klouet. Die Einschaltung von Lauten ist auch sehr häufig, so wird z. B. 6 vor oder nach r, I gesetzt: Bretel, x>o?clrste, peräliLka; Slcucilina, tucllo; r in: smatrat, probrislo u. a. Dagegen läßt das Volk gerne manche Laute aus: iu anlautender
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Böhmen (1), Band 14
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Böhmen (1)
Band
14
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1894
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.78 x 21.93 cm
Seiten
634
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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