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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Böhmen (2), Band 15
Seite - 318 -
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318 Bau des Natioualtheaters hatIosesSchulz (geboren in Prag im Jahre 1840) durch dessen Ausgestaltung nach dem verhäugnißvollen Brande Antheil und in neuester Zeit ist ein neues Werk desselben Meisters, der dritte mouumeutale »Bau des neueren Prags, das Landesmusenm, welches einen großartigen Abschluß des Wenzelsplatzes bildet, zur Vollendung gediehen. Allen diesen Bauten, in welchen der künstlerische Aufschwung Prags neuester Zeit zur höchsten Entfaltung gelangt ist, hat die edelste Renaissance ihre Formen verliehen. Auch verschiedene Nntzbanten und Zinshäuser in Prag und in vielen Landstädten schließen sich der Renaissaucerichtung an, wie die Schöpfungen des unlängst verstorbenen Achill Wolf, unter welchen der Bau der böhmischen Hypothekenbank zu erwähnen ist, und jene Anton Wiehls, welcher dnrch das Anlehnen an die Bauwerke der böhmischen Renaissance seinen Bauten eine locale Färbung und malerischen Reiz zu verleihen versteht. Die Kunstthätigkeit der jüngeren rührigen Generation erstreckt sich auf ganz Böhmen nnd auf alle Gebiete der Architektur und des Kunstgewerbes. Ein ziemlich vollständiges Bild des künstlerischen Schaffens auf diesem Gebiete bot die Kunstausstellung der Landes- Jnbiläumsansstellung des Jahres 1891, in welcher sich auch jene eingefunden haben, denen es, wie Franz Schmorauz Junior, I. Hlävka, nicht beschieden war, bedeutende Baudenkmale auf heimatlichem Boden hervorzubringen. Auch in anderen Abtheilnugeu konnte man das Walten des Architekten verfolgen und schon die von Wiehl nnd Münzberger entworfenen Ausstelliingsbanten, die zahlreichen Pavillons boten an nnd für sich ein anziehendes Bild des regen Schaffens der Gegenwart. Burgen, Schlösser und vesten. Die ursprüngliche Anlage und fortschreitende Entwicklung der böhmischen Burgen hing enge zusammen mit der seit Jahrhunderten tüchtigen und von den Nachbarn nicht selten bewunderten Wehrkraft des Landes. Die alten Böhmen waren ein wehrhaftes, tapferes nnd Physisch tüchtiges Geschlecht, das sich seineu Staat im Verlaufe des IX. und X. Jahrhunderts aufgebaut hatte und seitdem dessen Selbständigkeit mit Erfolg behauptete. Ein wesentliches Hilfsmittel dabei war die eigenartige Gestaltung des Landes: der dichte, dasselbe auf alleu Seiten umringende Grenzwald nnd die mannigfachen Höhen und Berg- kegel, welche von Natur aus zur Vertheidigung wie geschaffen waren. Aber je mehr die Bevölkerung im Innern wuchs, je mehr die steigenden Bedürfnisse des Staatshaushaltes größere Eiuuahmen und deshalb die Zuziehung fremder Eolonisten forderten und schließlich der Adel iu dieser Beziehung dem Beispiel der Herrscher nachfolgte, nmsomehr lichteten sich nicht nnr die bisher schützenden Wälder des Innern, sondern mich der früher gesetzlich geschützte und gehegte Grenzwald. Die anfangs primitive» Vertheidiguugsmittel
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Böhmen (2), Band 15
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Böhmen (2)
Band
15
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1896
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
16.07 x 22.35 cm
Seiten
708
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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