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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Böhmen (2), Band 15
Seite - 392 -
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392 Anton Machet für die Peter Bohmann'sche Kunsthandlung in Prag ausführte und selbst auf Stein zeichnete (72 lithographirte Blätter mit böhmischem und deutschem Text von Hauka und W. A. Swoboda), können in mancher Beziehung als der erste Ausdruck seiner damaligen Geistesrichtung gelten. Im Jahre 1824 entwarf Führich in Prag die Illustrationen zu I. L. Tiecks „Leben und Tod der heiligen Genovesa", die eiuen aus 15 Federzeichnungen bestehenden Cyklus bilden. Von einem Freunde nach Wien gebracht, erregte diese Arbeit die Aufmerksamkeit hoher Persönlichkeiten, darnnter des Fürsten Metternich, welche dem jungen Künstler die Mittel boten, einige Jahre in Italien und Rom zu verweilen. Nach beinahe dreijährigem Aufenthalt in Rom, wo er in Overbeck, Koch, Schnorr, PH. Veit, Cornelius und Anderen ihm geistesverwandte und gleichgesinnte Künstler gefunden hatte, kehrte Führich nach Prag zurück, wo er neben einigen kleineren Bildern auch ein großes Altarbild für die Stadt Nen-Paka in Böhmen malte und für die P. Bohmann'sche Kunsthandlung in Prag den Cyklus „Genovesa" selbst radirte (1830), nachdem er ihn zum großen Theil ganz umgearbeitet hatte. Vom Fürsten Metternich (1834) zum zweiten Cnstos an der Graf Lainberg'fchen akademischen Gemäldegallerie in Wien ernannt, entfaltete er daselbst eine hochbedeutsame Thätigkeit als Künstler und, nachdem er die ihm 1840 verliehene neu geschaffene Professur der geschichtlichen Composition an der k. k. Akademie der bildenden Künste daselbst angetreten hatte, auch als Lehrer. Führich ist der größte kirchliche Maler Österreichs. Sein inhaltlich und räumlich größtes Werk sind die Entwürfe für die Ausmalung der Altlerchenfelder Kirche in Wien, nach deren Vollendung er in den Ritterstand erhoben wurde. Noch als Einnndsiebzigjähriger (1870 bis 1871) illnstrirte er die Legende des heiligen Wendeliu, worin er die Abkehr einer gottergebenen Seele von der Welt und der Natur und ihren Frieden reizend schildert. Durch gleiches Streben und Freundschaft mit Führich innig verbunden war der um 14 Jahre ältere Frauz Kadlik (Tkadlik), ebenfalls ein ehemaliger Schüler Berglers und der Wiener Akademie, welcher schon früher (1824) als kaiserlicher Pensionär in Rom sieben Jahre — gleichzeitig mit Führich — zubrachte. Im Jahre 1836 als Direetor der Kunstschule nach Prag berufen, brachte er neues Lebe« in die veraltete und unter Franz Waldherrs Leitung hinsiechende Schule. Er legte größeres Gewicht auf das Stndinm der Natur und richtete ein Zimmer als „Malstube" eiu, in welchem der Gemäldegallerie entlehnte Gemälde, zumeist Köpfe, eopirt und dadurch die bis dahin verpönt gewesene Farbe an der Prager Kunstschule in ihre Rechte — allerdings in höchst bescheidenem Maße — eingesetzt wurden. Zu den Gemälden, welche er noch vor seiner Reise nach Wien und Rom in Prag gemalt hat, gehört „Christus mit zwei Engeln", im Besitz des Dr. Popel in Prag (vom Jahre 1820), und die heilige Familie auf der
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Böhmen (2), Band 15
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Böhmen (2)
Band
15
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1896
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
16.07 x 22.35 cm
Seiten
708
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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