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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Böhmen (2), Band 15
Seite - 416 -
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416 Darstellungen („Heilige Nacht", „Die heilige Familie", „Herzog Udalrich und Bozena") und durch seiue ebenso vorzüglichen Porträts. Leo Lerch, im Jahre 1892 im Alter von 36 Jahren gestorben, malte anfangs beinahe nur Porträts — davon sehr viele in Pastell; in seinen letzten Lebensjahren stellte er sich größere Aufgaben; das poetisch schön gedachte „Irrlicht" und die „Pietd" wareu seine letzten größeren Arbeiten, in welchen er seine hohe technische Meisterschaft zur vollen Geltung brachte. Vorwiegend religiöse, geschichtliche oder culturgeschichtliche Stoffe behandeln Emil Lauffer („Bekehrung des Bulgarenfürsten Boris zum Christenthum", „Chriemhildeus Klage") und Gottfr ied Roubalik, der in München ansässige Alfred Sei fer t aus Horovitz und außer dem bei einer früheren Gelegenheit erwähnten Adolf Liebscher unter Anderu auch Karl Pavlik aus der Schule Professor Max Piruers, welcher während seiner kurzen Lebensdauer einige große Gemälde schnf („Kleomenes erscheint Veuus im Traum," der „Römische Sklavenhändler" nnd „Libusa's Gericht"), in welchen er seine Begabung für Compofitiou und als tüchtig geschulter Maler bewährte. Zu deu jüngeren Malern dieser Gruppe gehören J o h a n n Ri t ter von Skramlik mit seinem „Kaiser Rudolf II. im Laboratorium seines Alchymisten", Johann Gretsch mit seinem „Galileo Galilei" nnd seiner „Vision auf dem Prager Altstädter Ring" und Karl Dite, derzeit in Rom, mit seinem für eine Schnlkapelle in Kuttenberg gemalten Altarbild und mit seinem großen Gemälde: „Kaiser Karl IV. als Erbauer der Hunger- mauer auf dem Prager Lorenziberge spendet dem Volke während der Hungersnoth Brot und Almosen." Die Genremalerei war während der ersten Jahrzehnte nnseres Jahrhunderts vollständig vernachlässigt: erst die von auswärts eingesandten Genrebilder in den neuen Knnstausstellnngen fcheiueu zu solchen Darstellungen angeregt zu habeu, seit Rubeu die Leitung der Prager Akademie übernommen hatte. Die Genremalerei ist in Böhmen — abgesehen von den „Conversationsstücken" eines Norber t Grund (geboren 1714, gestorben 1767) im vorigen Jahrhundert — nicht älter als fünfzig Jahre, hat sich aber außerordentlich rasch zu hoher Blüte entwickelt und ist in der Gegenwart durch Meister vertreten, die iu der ersten Reihe dieses Kunstzweiges stehen. Von seiner ernsten Seite schildert das Leben Jakob Schikaneder (geboren 1855 zu Prag, Professor an der k. k. Knnstgewerbeschnle daselbst) in der Mehrzahl seiner dem Volksleben entnommenen Darstellungen; so in seiner „Trübe Heimfahrt", insbesondere in seinem „Mord im Hanse", einem Bilde von ergreifender Wirkung. Rudolf vou Otteufeld, geboren 1856 zu Verona als Sohn eines österreichischen Officiers von böhmischer Abkunft und in Nachod heiinatberechtigt, war Schüler der Wiener Akademie,
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Böhmen (2), Band 15
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Böhmen (2)
Band
15
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1896
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
16.07 x 22.35 cm
Seiten
708
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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