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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Böhmen (2), Band 15
Seite - 424 -
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424 als Schülerin eintrat. Ganz unter dein Einfluß der Impressionisten stand auch Anton Chitnssi (gestorben 1891). In Barbizon, der bekannten Maler-Colonie bei Fontaineblean in der Umgebung von Paris, und ebenso nach seiner Rückkehr nach Böhmen malte er eine große Anzahl kleiner Bildchen, meist unmittelbar nach der Natur. Benes (Benedikt) Knüpfer, geboren 1848 zu Sychrov, welcher erst vor einigen Jahren mit seinen meist durch Tritonen, Nereiden und Delphinen belebten Marinen das Interesse der Künstler und Kunstfreunde erweckte und in den Vordergrund trat, besuchte die Prager Akademie unter Treukwald, dauu die Piloty-Schule au der Münchener Akademie; Knüpfer begann seine Künstlerlaufbahn als Figurenmaler („Das Ei des Eolumbus") und erst landschaftliche Studien während eines langjährigen Aufenthaltes inJtalien,uud der Erfolg, dessen er sich mit seinem „Wellenspiel", „Stürmisches Meer", „Brandung", ,1>es ainours äes onckes" und ähnlichen Motiven erfreute, bestimmten ihn dauernd für diese Richtung. Das Bild „Bewegtes Meer" mit dem Abglanz des von der untergehenden Sonne durchleuchteten Wolkenschleiers auf den Wellen, das 1891 wie schon vordem desselben Künstlers „Frühling am Meere" von einem Kunstfreunde der Prager Gemäldegallerie im Rudolphiuum geschenkt wnrde, gehört zu dem besten in dieser Richtung. Sein „Kampf der Tritonen" wnrde 1892 in der Wiener Internationalen Kunstausstellung für die Kunstsammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses erworben. Von den jüngeren in Prag lebenden Landschaftsmalern haben während der langen Jahre, als die Landschaftsschule der Prager Akademie geschlossen war, ihre höhere Ausbildung Karl Liebscher an der Wiener Akademie bei Professor Ed. von Lichtenfels, Wenzel Jansa ebenfalls an der Wiener Akademie und Johann Pronsek in Turnan, der seine volle Liebe den alten Holzbauten Böhmens zuwendet, an den Akademien in Wien, München und Karlsruhe gefunden. Der treffliche Architekturmaler Professor Georg St ibral und Professor Johann Koula haben sich ihre große Fertigkeit im Aquarellmalen an den beiden technischen Hochschulen in Prag, Koula außerdem auch an der Wiener Akademie erworben. Erst die der jüngsten Generation angehörigen Land- schaftsmaler waren oder sind wieder Schüler der Prager Akademie, nachdem endlich im Jahre 1887 die Professur für das Landschaftsfach mit Julius Maräk in der glücklichsten Weise besetzt worden ist. Blumenmalerei und Stillleben sind durch Jenny Schermaul in Prag und durch die in Berlin lebende Landschaftsmalerin Marie Kirschner (geboren in Prag-Lochkov), in neuerer Zeit durch Philippine Gräfin Bnqnoy und H. Lindner vertreten. Für die Thätigkeit der Kupferstecher bot Prag während der letzten fünfzig Jahre keinen günstigen Boden; die hervorragendsten derselben: Alois Petrak aus Köuigseck,
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Böhmen (2), Band 15
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Böhmen (2)
Band
15
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1896
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
16.07 x 22.35 cm
Seiten
708
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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