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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Böhmen (2), Band 15
Seite - 426 -
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426 großem Rufe, die theils in Prag, theils in Wien leben, hervorgebracht. Die Thätigkeit der ältesten in Prag lebenden Bildhauer, Emannel von Max uud seines verstorbenen Bruders Josef Max, haben wir bereits zum Theil besprochen. Josef M a x (geboren 1804, gestorben zu Prag 1855) und sein jüngerer Bruder Emannel, geboren 1810, hatten schon in ihrem Geburtsort Bürgstein (im nördlichen Böhmen) bei ihrem Vater, der ebenfalls Bildhauer war, Gelegenheit, sich eine tüchtige Handfertigkeit anzueignen. Josef Max trat bei dem Bildhauer Schnm ann in Prag ein, besuchte Italien, kehrte aber früher als sein Bruder uach Prag zurück, wo er zunächst die großen Arbeiten für das Kaiser Franz-Monument auszuführen hatte. Emanuel Max zog nach Italien, nachdem er einige Jahre an der Akademie in Wien stndirt hatte. Nach zehnjähriger Thätigkeit in Rom kehrte er nach Prag zurück, wo er seinen dauernden Aufenthalt nahm und vielfache Beschäftigung fand, 1876 wurde ihm der Ritterstand mit dem Prädikat von Wach- stein verliehen. Unter seinen zahlreichen Werken sind hervorzuheben: die Marmorstatuen der heiligen Cyrill und Method in der Prager Teynkirche und jene der heiligen Lndmila in der Domkirche zn St. Veit anf dem Hradschin, ferner das Standbild des Feld- marfchalls Karl Th. Fürsten von Schwarzenberg für die Feldherrnhalle des Wiener Arsenals. Ein Künstler von feinem Gefühl war Wenzel Levy (geboreu 1826, gestorben 1870), der durch Vermittlung seines Protectors, des bereits gewürdigten Kunstfreundes Anton Veit, bei Ludwig Schwanthaler in München aufgenommen wurde und dessen Lieblingsschüler war. Vou Levy siud in der Kapelle des k. und k. Militär-Cnrhanses zu Karlsbad Christus am Kreuze mit knieenden Engeln zu dessen Seiten, ferner die Statue der heiligen Elisabeth im kunsthistorischen Mnsenm in Wien uud des heiligen Jakob in der St. Jakobskirche zu Pvlicka, eine thronende Madonna in der Hauskapelle des Bischofs Stroßmayer in Diakovar, alle in weißem Marmor ausgeführt. Die „Umeleckä Beseda" besitzt eine der ersten selbständigen Arbeiten Levy's, die Gruppe „Adam und Eva", die er noch in München gearbeitet hat. Ludwig Simek (geboren 1837, gestorben 1886), ein Schüler Emannels von Max, hat wie dieser einige Standbilder (Wallenstein, Pappenheiin und Johann von Werth) für die Feldherrnhalle im Wiener k. und k. Arsenal, alle in Marmor, aus- geführt. Von ihm siud auch die 20 Relief-Medaillons (in Erz gegossen) an dem Haupt- portal der Karolinenthaler Kirche und die Brouzestatue des böhmischen Sprachforschers Jungmann (1878) anf dem nach diesem benannten Platz in Prag, dann einige Figuren in Sandstein für die restanrirte Fa^ade des alten Pulverthurms, für das kunsthistorische Museum (St. Eligius und Jfidorns von Milet) in Wien, für das Rndolphinnm in Prag und die Reliefs an der Lanna-Schebek'schen Grnftkapelle auf dem Wolschaner Friedhof. Sein erstes selbständiges Werk war ein großes Marmorrelief an der Klarner'schen
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Böhmen (2), Band 15
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Böhmen (2)
Band
15
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1896
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
16.07 x 22.35 cm
Seiten
708
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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