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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (4), Band 16
Seite - 95 -
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95 Auch auf Münzen kommen keltische Namen vor. Häuptlinge der Kelten mochten Biatec, Cobrovomarus, Monnor, Evoinrix, Busu, Titto und Nonnos gewesen sein, deren Namen man auf Silbermünzen von Preßburg, Ungarisch-Altenburg und aus anderen Gegenden liest. Ein ähnliches Denkmal des Araviskerstammes bilden die im vorigen Jahrhundert zu Bia gefundenen 80 Stück Denare mit den Aufschriften Ravin nnd Rausci. Durch die römische Eroberung tritt der jenseits der Donau gelegene Theil Ungarns, als Kern der Provinz Pannonien, mit einem Schlage in den Mittelpunkt der Geschichte des Alterthums. Was immer der Grund gewesen, daß die römischen Waffen sich gegen das Donauland wandten, sicher ist es, daß der militärische Schwerpunkt Roms seit dem Beginn dieses Unternehmens in Pannonien lag, nach der völligen Eroberung aber die pannonischen Legionen oft eine entscheidende Rolle in der inneren Geschichte Roms spielten. Der natürlichen Gestaltung des Landes und dem Betragen der feindlichen Völker entsprechend, erfolgte die Eroberung und in Verbindung mit ihr die Organisation der Vertheidigung wie die Civil-Colonisirnng in mehreren Abtheilungen; dieser Proceß erstreckte sich über 220 Jahre, von Oetavianns (34 v. Chr.) bis zur Oberbefehlshaberschaft des Septimius Severus (185 n. Chr.). Das eigentliche Eroberungswerk wurde im Jahre 9 n. Chr. von Kaiser Augustus, dem Beginner des Unternehmens, durch Besiegung der pannonischen Stämme beendigt. Damals entstand die erste große Bertheidigungslinie, die längs der Save, durch die Lager- plätze Sirmium (Mitrovitz) und Siscia (Sissek) und mehrere Kastelle befestigt, Pannonien von Dalmatien schied. In dieser Zeit der bewaffneten Eroberung scheint das heutige ungarische Gebiet jenseits der Donau noch geringe Wichtigkeit zu haben. Als wäre der zwischen die Raab und Save fallende Theil der Donaulinie der Aufmerksamkeit der römischen Strategie entgangen, oder als hätte er vielleicht wegen der friedlicheren Gemüthsart der hier wohnenden keltischen Stämme keine bewaffnete Einmischung nöthig gemacht. Im zweiten Jahre nach Christus standen längs der Donau schon zwei Legionen, doch findet sich noch kein Ort von römischer Gründung. Der älteste ist die im Gebiete der Bojer um das Jahr 14 u. Chr. entstandene Veteranencolonie Scarabantia (Ödenbnrg). Kaiser Claudius (41 bis 54 u. Chr.) befestigte die zweite große Vertheidigungsliuie, welche die Obere Donau mit Aquileja verbindet und Pannonien von Norienm, dieses aber von Rhätien schied. Die Linie ging mit zwei Ästen von Vindobona und Carnnntum aus, die sich bei Scarabantia trafen, und zog dann über Sabaria (Steinamanger) nach Poetovio (Pettau), wo sie sich mit der von Mursa (Esseg) ausgehenden Draulinie und der von Sirmium heraufkommenden Savelinie vereinigte. Sabaria war gleichfalls eine
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (4), Band 16
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Ungarn (4)
Band
16
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1896
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.18 x 21.71 cm
Seiten
616
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
Kronprinzenwerk deutsch
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