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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (4), Band 16
Seite - 138 -
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138 folgt östlich das schmälere Joch des Kreuzschiffes und als Fortsetzung des Mittelschiffes die beiden Joche des Sanctuariums, dem sich ein aus drei Seiten des Achtecks gebildeter Abschluß anfügt. Die östlichen Enden der Seitenschiffe schließen jedes mit einem angefügten schmäleren Joche ab. Vor der Westfronte, in ihrer Mitte, erhebt sich, fast in gleicher Breite mit dem Hauptschiffe, ein Thurm, in dessen Untergeschoß sich das Hauptthor öffnet. Die Ähnlichkeit mit der Ofner Festungskirche erstreckt sich auch auf den Zug, daß das Kreuzschiff nicht aus der Flucht der Langwände hervorbricht. Auch sind dies die beiden einzigen mittelalterlichen Kirchen jenseits der Donau, die ein Kreuzschiff haben. Die aus dem XIII. Jahrhundert stammenden Theile des Aufbaues sind: das quadratische untere Geschoß des Thurmes und die darüber liegenden beiden achteckigen Geschoße, ferner die drei Langschiffe bis zum Kreuzschiff. Dieses, sowie das Sauetuarium, dessen Abschluß, die Sacristei, endlich das mit großen Fenstern durchbrochene Obergeschoß des Thurmes uebst dessen Helm sind um das Jahr 1482 erbaut. Der Orgelchor uoch später, er trägt die Jahreszahl 1489. Die Theile des Aufbaues tragen das Gepräge ihrer Entstehungszeit an sich. Das Untertheil des im XIII. Jahrhundert erbauten Thurmes ist gedrungen; aus seinen Ecken, sowie aus den verhältnißmäßig hohen Wänden der Seitenschiffe springen mächtige Stützpfeiler hervor, die Fenster an den Wänden der Seitenschiffe sind sehr schmal, mit stumpfer Spitze, auch ihr geometrischer Schmuck ist einfach, das Kranzgesimse und der Rundbogenfries über ihnen erinnern an die romanische Kunst. Die halben Dächer der Seitenschiffe reichen bis an das Gesimse an den Wänden des Mittelschiffes hinan, die Wände des Mittelschiffes haben also keine Fenster. An der Wand des südlichen Seiten- schiffes, und zwar beim zweiten Joche, öffnet sich eine Thüre mit stumpfer Spitze und manchen Details der Leibung, die dem Übergangs-Banstil näher stehen als dem gothischen. Das im XIV. Jahrhundert erbaute Kreuzschiff hat an seiner hoch aufragenden Giebelwand ein hohes Fenster, das schmale Thor am Fuße der südlichen Giebelwand ist an der Leibung durch ununterbrochene Stäbe gegliedert nnd geschmückt. Die beiden Fenster der Sacristei sind zwar halbkreisförmig, desto reicher aber sind die Fenster und das Gesimse des Sanctuariums, sowie das obere, mit hohen Fenstern durchbrochene Geschoß des Thurmes, die dessen Helm umgebende Balustrade und die Thürmchen, die sich an den acht Ecken der Balustrade erheben. Weit interessanter ist das Innere der Kirche. Was am Äußeren unsere Aufmerk- samkeit eregt, nämlich die ungewöhnlich hohen Wände der Seitenschiffe, sowie die aus diesen Wänden hervorspringenden starken Stützpfeiler, das dient alles, um die Last der Gewölbe des Mittelschiffes zu tragen. Auch erfüllen sie diese wohlberechnete Aufgabe, so daß es im Innern der Kirche keiner starken Pfeiler bedarf; statt dieser sind die Seitenschiffe
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (4), Band 16
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Ungarn (4)
Band
16
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1896
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.18 x 21.71 cm
Seiten
616
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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