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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (4), Band 16
Seite - 162 -
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162 wurde von 1732 bis 1745 erbant. Auch die Abteikirchc der Benediktiner von Tihany stammt aus dieser Zeit. Sie wurde 1889 restaurirt uud bei dieser Gelegenheit durch Karl Loh, Bartholomäns Szekely und Ludwig Ebuer mit al secco-Wandbildern geschmückt. Interessant für die Bauthätigkeit dieses Jahrhunderts ist die Überlieferung, daß Graf Karl Esterhäzy, Bischof vvu Erlau, ueunnndnennzig Kirchen erbaut habe uud an der Vollendung der hundertsten nur durch den Tod verhindert worden sei. Sicher ist, daß er ein eifriger, wenngleich nicht wählerischer Kirchenbauer war und auf den gräflich Esterhäzy'schen Besitzungen zu Papa, Totis und Csäkvär nach einem und demselben Plan Pfarrkirchen errichtete. Die zu Papa (1771 bis 1786) unterscheidet sich von den übrigen durch größeren Reichthum der mit Stuckmarmor bekleideten Wände uud aus mehrfarbigem Marmor gebauten Altäre; auch sind hier die Gewölbe des Schiffes, der Sacristei, der Nebenkapelle uud der auf der Empore befindlichen Oratorien mit Fresken von Anton Maulpertfch geschmückt. Das Tonnengewölbe des Schiffes ist durch Gurteu in vier Felder getheilt. In dem Felde oberhalb des Orgelchors ist die himmlische Glorie, Gottvater zwischen anbetenden Engeln und Heiligen, dargestellt. In den weitereu drei Feldern sieht man, von einer reichen Architekturmalerei umrahmt, drei Scenen aus dem Leben St. Stefan des Märtyrers. In allen herrscht übertriebene Bewegung. Das T>eckenbild der Sacristei zeigt Papst Leo I., wie er Attila entgegenzieht. Dies ist eine Darstellung, die ganz von der Künstelei der damaligen Malweise abweicht; mit sicherer Hand hingeschrieben, einfach, klar und inhaltreich, verdient sie besondere Beachtung. Die Deckeubilder iu der Kapelle auf der anderen Seite des Sanctuariums, sowie iu dem geräumigen Oratorium, das sich über der Sacristei und Kapelle befindet, sind anziehende, mit lebendiger Phantasie gestaltete Denkmäler des Mariencultus im vorigen Jahrhundert. Die in der zweiten Hälfte des XVIII. Jahrhunderts gebaute Pauliuerkirche, die seit 1802 den Benediktinern gehört, ist ein einfacher Bau, doch find ihre Chorstühle und Kirchenbänke im Rococogeschmack bemerkenswerth. Die letzteren sind mit lebendigen Relieffccnen geschmückt. Die einen wie die anderen sind Meisterwerke der von den Panlinern mit wahrem Künstlerbernf betriebenen Holzschnitzerei und zugleich deren einzige Denkmäler in der Gegend. Die Reihe der Kirchenbauten des vorigen Jahrhunderts schließt mit der Kathedrale des von Maria Theresia im Jahre 1777 gestifteten Bisthums Steinamanger, zugleich aber eröffnet dieser Bau die kurze Periode des classicisireudeu Geschmackes. Der Entwurf stammt von Melchior Hesele, der sie, laut der Inschrift an der Stirnseite, im Jahre 1797 vollendete. Ihre stockhohe palastartige Fa^ade ist aus behauenem Kalkstein gefügt und
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (4), Band 16
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Ungarn (4)
Band
16
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1896
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.18 x 21.71 cm
Seiten
616
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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