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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (4), Band 16
Seite - 172 -
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172 dcn Fenstern vom Erdgeschoß bis ans Hauptgesims hinanreiche»; über dem Gesims länft eine steinerne Balustrade von schöner Arbeit entlang, die niit abwechselnden Statuen uud Vasen besetzt ist. Das risalitartige Mittelstück der nach Süden gewendeten Hanpt- schade ist mit eineni auf vier Säulen rnhenden Baleon geschmückt und mit einem Giebel gekrönt. Anch auf der Hofseite siud die Tracte des Gebäudes dnrch Balcone und Giebel belebt. Dem Thore gegenüber führt vor dem Mitteltraet eine zweiarmige Freitreppe znm ersten Stock empor. Im Erdgeschoß öffnen sich zwischen den beiden Armen der Treppe drei Thüren nach dem als Sommer-Speisesaal dienenden großen Saale. Hinter diesem befindet sich der große Parterresaal (slvln terrena), dessen Decke auf vier Pfeilerpaaren ruht und dnrch dessen Thüren man den vor die Südfronte hingebreiteten Park betritt. Über die mit prächtigem Eifengitter geschmückte Treppe gelangt man auf einen geräumigen Valcon, auf dessen steinernen Geländern Statnen stehen. Von hier aus tritt man in einen durch zwei Stockwerke reichenden Vorsaal und weiter in dcn ebenso hohen, großen Prnnksaal. Im Parterre uud beiden Stockwerken ziehen sich an der Hofseite der Tracte rechts nnd links lange Corridore dahin. Ans diesen öffnen sich Thüren nach den 126 Zimmern, die zu zweien, dreien nnd vieren als besondere Appartements grnppirt sind. Früher schloß sich jedem Seitenflügel unter rechtem Winkel noch ein großes Gebäude an. Das eine diente als Wintergarten, in dem anderen war die Vildergallerie der fürstlichen Familie untergebracht, bis sie nach Wien gelaugte, um später iu der ungarischen Landes-Vildergallerie ihre Stelle zu finden. Im Schloßpark verstreut standen: ein Opernhaus, dessen Capellmeister Josef Haydn war, ein Marionetten- theater, die Tempel der Sonne, der Diana, Fortuna und Venus, das chinesische Hans (kaFatelle), das als Tanzsaal diente, nnd die Eremitage. Die Mannigfaltigkeit in Hof und Park war noch dnrch Bassins mit Springbrunnen, durch Caseadeu und eine große Anzahl von Statueu erhöht. Auf Schritt uud Tritt harrte des Gastes eine Überraschung. Der Park ist sammt deu zuletzt geuauuteu Gebäude», den Statuen nnd Caseaden verschwunden. Blos das Schloß ist erhalten geblieben. Auch dieses bot lange Zeit ein Bild trauriger Verlassenheit und wurde eines Theiles seiner kostbaren Ausstattung beraubt. Was noch vorhanden ist, genügt, um eineu Begriff vou der ursprünglichen Einrichtung zu geben, die als eine wohlberechnete, erstaunlich reiche und harmonisch wirkende Schöpfung des koketten Noeoeo bezeichnet werden »i»ß. Die Glanzzeit des Schlosses währte bis znm Ende des vorigen Jahrhunderts. Um diese Zeit beherbergte es manchen hohen Besuch; der französische Botschafter
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (4), Band 16
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Ungarn (4)
Band
16
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1896
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.18 x 21.71 cm
Seiten
616
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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