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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (4), Band 16
Seite - 222 -
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222 genannten gibt es ein Kövägö-Örs, ehemals Boldogasszony-Örs, in der Richtung der Fülöper Überfuhr, dann das Dörfchen, oder vielmehr die gut bevölkerte Puszta Kis-Örs zwischen Salföld und Rendes. Alle stoßen mit ihrem „Hotter" an den Plattensee und » alle bauten einst auf ihren Bergen einen vorzüglichen Wein voll Kraft und Blnine. In den ersten Jahrhunderten waren alle vier Ors in der Hand des Geschlechtes Örs vereinigt. Georg, aus dem Geschlechte Örs, erhält im Jahre 1398 Battyän und von da an nennt sich die Familie Batthyäuy. Unter Matthias I. steigt sie zu geschichtlicher Bedeutung auf. Franz Batthyany erhält im Jahre 1524, unter dem Titel der „Untreue" Valentin Töröks von Enying, dessen Burg Güssing (Nemet-Ujvar), die ihm das Familienprädicat de Nemet-Ujvär liefert. Die Propstei zu Felsö-Örs ist nahezu 700 Jahre alt. Ihre Güter befanden sich zeitweilig in anderen geistlichen, mitunter auch weltlichen Händen, die Propstei jedoch bestand ununterbrochen fort. Ihre Kirche ist ein ausgezeichnetes Denkmal spätromanischer Baukunst und stammt aus keiner späteren Zeit als 1250 bis 1260. Sie zeigt den nämlichen Stil wie die Garnisonskirche in der Osner Festung und ist zwar kleiner als diese, jedoch ein schmuckerer und verhältnißmäßig kostspieligerer Bau. Den Hauptgrundbesitz der Propstei bildet die im Weißenburger Comitat am Südnfer des Velenezeer Sees gelegene, 2800 Joch große Puszta Dinyes, die ihr im Jahre 1490 durch den Prinzen Johann Corvin geschenkt wurde. Das Patronatsrecht und die Donationen werden noch heute von den FürstenBatthyany ausgeübt. Alsö-Örs liegt dem Plattensee näher und hat eineherrliche Aussicht gegen Tihany hin. Alle drei Dörfer gehören kleinadeligen Kleingrundbesitzern und zu geringem Theile dem Veßpremer Kapitel. Auch Kövägö-Örs ist eine Nieder- lassung von gleichem Alter wie Felsö-Örs. Dahin gehört die Puszta Ecser, einst ein Dorf, das schon im Jahre 1159 seine St. Ladislans geweihte Kirche hatte. Sein Gebiet ist in den Händen des Kleinadels. Unter diesem hat sich die Familie Kerkapoly hervor- gethan, deren Ahnherr Stesan im Jahre 1685 geadelt wurde. Sein Ururenkel Stefan ist um 1840 Ablegst und Vicegespan von Zala. Stephans Bruder Johann übersiedelt nach Szent-Gal im Veßpremer Comitat, wo sein Sohn Karl, der spätere Schriftsteller, Universitätsprofessor, Abgeordnete und (1870 bis 1873) ungarische Finanzminister, geboren wird. Von Felsö-Örs und Lovas westlich gelangen wir nachPaloznak, dann überKövesd nach Csopak. Die Bergabhänge sind hier alle mit Landhäusern bedeckt; das größte und schönste darunter ist die durch den verstorbenen Bischof von Veßprem, Johann Ranolder erbaute, mit Thurm und Kapelle versehene große Csopaker Villa. Westlich von Csopak liegt in herrlicher Gegend, dem Thomas- und Georgsberge zu Füßen, Balatou-Füred. Bevor die Phylloxera ins Land kam, erzielte es in seinen
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (4), Band 16
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Ungarn (4)
Band
16
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1896
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.18 x 21.71 cm
Seiten
616
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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