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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (4), Band 16
Seite - 223 -
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223 ausgedehnten Weingärten vorzüglichen Wein. Ihm zugehörig, liegt südlich unmittelbar am Plattensee-Ufer das BadBalatou-Füred, das sogenannte S av any uv iz (Sauerwasser). Dieses Bad begann Ende des vorigen Jahrhunderts aufzublühen und war schon im ersten Viertel unseres Jahrhunderts bequem eingerichtet und beliebt. Mit Bartfeld und Pistyau war es der erste zeitgemäß ausgestattete Badeort Ungarns. Das Gebiet von Tihany stößt an das von Balaton-Füred, von wo man auf ziemlich guter Straße über das Dörfchen Aszöfö nach der Halbinsel gelangt. Diese war einst eine Insel und noch jetzt erhebt sich bei hohem Wasserstande die zwei Kilometer breite Fläche, über die man auf die Halbinsel gelangt, kaum ein paar Meter hoch über die Fluth. Wiederholt wurde schon der Versuch gemacht, durch diese Ebene einen breiten Graben zu führen und so die beiden Buchten zu verbinden, die Halbinsel aber wieder zur Insel zu machen. Sichere Spuren dieser Arbeiten sind aus römischer, wie aus avarischer Zeit erhalten. Der letzte Versuch wurde 1849 durch die Kriegsleitung der ungarischen Regierung gemacht und die Ausgrabungen dieses Kanals sind noch jetzt in ihrer ursprünglichen Form, wenn auch mit Rasen überwachsen, zu sehen. Die größte Länge der Halbinsel, vom letzterwähnten Kanal gegen Süden bis zur Tihauyer Überfuhr, beträgt 5 Kilometer, ihre größte Breite, von dem am Ostufer gelegenen 6vär bis an den Fuß des westlich aufragenden Csncshegy, 3>/- Kilometer. Die Bodenfläche der Halbinsel macht also etwa 2.000 Quadratkilometer aus. Diese Fläche ist sehr uneben. Ihr östliches und westliches Ufer sind so steil, daß sie nur an wenigen Punkten zugänglich werden. Die Mitte der Halbinsel, wo sich ein kleiner See befindet, ist kaum 25 Meter höher als das Niveau des Plattensees, während der Csucshegy sich 129 Meter, die Abteikirche selbst und das kleine Dorf aber etwa 90 Meter hoch über den See erheben. Und alle 100 oder 200 Meter weit ändert sich die Oberfläche so jäh. Zu der Überfuhr steigt man auf steilem, doch gangbarem Wege hinab; 1'/-Kilometer von der Überfuhr sieht man jenseits die sogenannte Szantöder Überfuhr im Somogyer Comitat. Das Gestein der Halbinsel besteht aus lockerem Sandstein, Basalttuff, seuerstein- haltigem Kalkstein und anderen Feuerstein- und Basaltgemischeu, die an den steilen Ufer- rändern unter den atmosphärischen Einflüssen rasch verwittern. Es ist annähernd zu berechnen, wauu der Untergrund der Abteikirche völlig herausgewittert sein wird. Einst standen auf der Insel drei kleine Dörfer: Tihany, Apäti und Ujfaln; die beiden letzten sind verschwunden und ihre Bewohner nach Somogy und Zala ausgewandert. Tihany selbst ist als Gemeinde ebenfalls klein, nur wenige hundert Seeleu. Die Eiuwohner leben jetzt meist vom Fischfang. Die Burg Tihany stand einst auf der Höhe eines Abhanges, der jetzt „Ooärer Weingärten" heißt, seit der Niederlage bei Mohäcs jedoch in der Gegend der Abtei, deren Kloster und Kirche sie mit umfaßte. Die Nordseite dieser Kirche
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (4), Band 16
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Ungarn (4)
Band
16
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1896
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.18 x 21.71 cm
Seiten
616
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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