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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (4), Band 16
Seite - 228 -
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228 zusammen, um die unbeschreibliche Schönheit dieser Gegend in ihren Farben und Fvrmen, in ihrer Mannigfaltigkeit uud mit ihren Perspektiven hervorzuheben. Es ist die Gegend von Csobäncz. Badacsony und Szigliget. Es ist keine Alpen- und auch keine Voralpen- landschaft. Die Berge sind nicht so hoch, das Wasser ist kein Meer, die Buchten sind nicht so tief, die Flüsse nicht so wasserreich, es kennt keinen Schneeberg uud kein Nebel umdüstert die Höhen; das ist etwas Anderes als das Chamonuix-Thal, etwas Anderes als der Rhein oder als die Fjorde Norwegens, etwas Anderes als die Schweizer Seen oder die Ufer Dalmatiens, etwas Anderes auch als Sorrent, obgleich dieses ihm vielleicht am nächsten steht. Die Verhältnisse freilich sind kleiner, aber die Vollkommenheit besteht darin, daß hier zahlreiche Factoren der meisten wegen ihrer Schönheit weltberühmten Landschaften auf relativ engem Raume vereinigt sind und sich gegenseitig heben, steigern, ablösen, ergänzen. Die nördliche Seite dieses Vierecks bildet eine gedachte Linie, die von Hegyesd ausgeht und über Haläp nach dem Viszlöer Wald und dem Härmashegy (dreifacher Berg) zieht. Die Westgrenze ist die dem Lefenczebach folgende waldige Bergkette. Die Südgrenze zieht der Plattensee, mit den Buchten von Szigliget und Badacsony. Die Ostgrenze endlich bildet eine von Badaesony-Tomaj gegen Norden bis Hegyesd gezogene Linie. Dieses Viereck ist etwa 150 Quadratkilometer groß und darin liegen Haläp und Bnrg Csobäncz, Tapolcza und das Leseuczethal, der St . Georgsberg und Gnläcs, Badacsony und Szigliget. Ha läp ist ein kleines Dorf am Fuße des gleichnamigen Berges. Dieser Berg ist unten kreisrund, er erhebt sich als Kegel und hat oben ein flaches Plateau; sein unterer Umfang beträgt fünf Kilometer, seine Höhe 360 Meter. Er ist ein vulkanisches Gebilde mit Basalt und Basaltmischnngen. Von seinem Gipfel öffnet sich eine herrliche Aussicht nach West, Süd und Nord. Schicksal und Geschichte der Burg Csobäncz nebst dem am Fuße des Burgberges liegenden Dorfe Gyula-Keßi sind untrennbar verknüpft mit Namen und Geschichte der Familie Gyulaffy, die dem berühmten Geschlechte Räthold entstammte. Diese Familie lebte, blühte und wirkte von der Mitte des XIII. bis zur Mitte des XVIII. Jahrhunderts immer auf den Höhen der Macht, des Einflusses, in Ungarn wie in Siebenbürgen. Die Dichtungen Kissalndys umspinnen den Namen Gyulaffy mit dem Zauber der Romantik, die Liebe der Rosa Gyulaffy wird das schwärmerische Herz der Jugend allezeit tief bewegen, sowie die Landschaft um Csobäncz mit ihrer unversieglichen Schönheit die gebildeten Seelen allezeit fesseln wird. Der Berg Csobäncz liegt 7 Kilometer vom Plattensee, nördlich vom Badacsony, in der Nähe der Dörfer Gyula-Keßi, Diszel und Gyürhegy; zu diesen sendet er einen Abhang hinab, der einst durchaus mit köstlichem Weinwuchs bedeckt war. Der Berg ist 376 Meter hoch und erhebt sich 250 Meter über
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (4), Band 16
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Ungarn (4)
Band
16
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1896
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.18 x 21.71 cm
Seiten
616
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
Kronprinzenwerk deutsch
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