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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (4), Band 16
Seite - 242 -
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242 Graf Adam Batthyäny im Jahre 1699 freiwillig auf seinen Besitz und stellte den Orden wieder her, ja er begründete ihn eigentlich zum zweiten Male. Nun schenkte sie Leopold I. dem Propst von Pernegg (Niederösterreich), Pater Schöllingen, von dem sie im Jahre 1710 sammt der Horpäeser Probstei um 59.000 Gulden zurückgelöst wurde. Ihre schöne Kirche, ein neuerer Bau, gereicht der Gegend zum Schmuck. II. Der mittlere Theil des «Lomitats bis Göcsej und Letense. Indem wir uns dem mittleren Theile des Zalaer Comitats zuwenden, wollen wir zuerst die Gewässer desselben in Betracht ziehen. Diese theilen sich in drei Gruppen von ungleicher Größe: die Gruppen des Zala-Flüßchens, des Nagyesatorna (großen Kanals) und des Berekvölgy (Hainthales), der auch dem Zala-Fluß beigezählt werden kann. Die Zala entspringt als kleines Bächlein oberhalb Öri-Szent-Peter im Eisenburger Comitat und tritt nach einem Laufe von 15 Kilometer zwischen Zala-Mindszent und Csöde in das Zalaer Comitat ein, wo sie bis Egerszeg in westlicher, von hier bis Zalaber in nordwestlicher, dann voll abschwenkend bis Hidveg in südlicher Richtung fließt, um von hier wieder nach Nordwest abbiegend dem Südende des kleinen Plattensee's zuzuströmen. Ihr Lauf im Zalaer Comitat beträgt sammt den Biegungen etwa 100 Kilometer, wovon das letzte Drittel, von Csäny ab, schon ein geregeltes Kanalbett ist. Zuflüsse, natürlich nur kleine Bäche, erhält sie von beiden Seiten reichlich, so daß ihr Wasser, namentlich im Frühjahr, bedeutend wächst und dann in verhältnißmäßig sehr bedeutender Menge dem Plattensee entgegenrauscht. Egerszeg, obgleich eigentlich dem Göcsej zugehörig, wird am besten hier erwähnt. Es ist ein Städtchen von kaum 6000 Einwohnern, Comitatssitz mit Gerichtshof, Bezirks- gericht, Finanzdirection, einem königlichen Notar und Comitatsämtern. Es liegt an der mittleren Zala zwischen Waldhügeln. Unter seinen Gebäuden ragen das stattliche, schöne Eomitatshaus und die Kirche hervor. Die Zala wendet sich hier gegen Norden und der Name der Stadt kommt wahrscheinlich von dieser Wendung (s?ex — Ecke) und den im Zala-Thale einst reichlich wuchernden Erlenwäldern (e^er — Erle). Es ist eine alte Ansiedlung. In früher Zeit gehörte es zu den Gütern des Bischofs von Veßprem. Nach der Mohäcser Schlacht ist es eine Festung, der die Reichstage nach dem Falle Kanizsa's besondere Fürsorge zuwenden. Nach Nemti war Egerszeg die größte und stärkste Laudes- Grenzfestung im Comitat. Den Türken entgeht es. Vom Fürsten Gabriel Bethlen wird es im Feldzuge von 1620 erobert. Als Maria Theresia im Jahre 1777 das Bisthum Steiuamanger stiftet, wird Egerszeg von den Besitzungen des Bischofs von Veßprem getrennt und dem neuen Bisthum zugewiesen. Der Bischof von Steinamanger besitzt hier etwa 1100 ungarische Joch.
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (4), Band 16
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Ungarn (4)
Band
16
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1896
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.18 x 21.71 cm
Seiten
616
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
Kronprinzenwerk deutsch
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