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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (4), Band 16
Seite - 253 -
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253 III. Göcsej nebst Umgebung und das !Nuraköz. Die Lage, Größe und Grenzen von Göcsej haben wir schon besprochen. Jenes ganze Gebiet, das im Norden durch die Zala, im Osten durch den Großen Kanal, im Süden durch die Groß-Kauizsa-Leteuyeer Straße und im Westen durch den Kerkabach begrenzt wird, ist ein Labyrinth von einförmigen, fast bis zur Öde eintönigen Bergen und Thälern, Hügeln und engen Ebenen, dessen südliche Hälfte im Umkreise von Bäuok- Szent-György vorwiegend lockeren Löß zeigt, während die nördliche, oberhalb von Nova, mehr aus gebundenem Thon besteht. Nirgends eine höhere Erhebung, nirgends eine breitere Fläche. Jedes Stück ist fleckweise und theilchenweise dicht bewachsen mit jüngerem Wald und Strauchwerk oder grüner Weide. Jedes Thälchen hat sein Dörfchen, jede kleine Mulde ihr Bächlein. Dörfer, Kirchen, Häuser und Menschen sind überall gleich. Der höchste Hügel, etwa die Pnszta-Magyaröder Höhe bei Banok-Szent-György oder der Csonkaberg bei Milei-Rözsäsßeg, erreicht 300 Meter; die mittleren Hügel, wie der Jrsawald südlich von Lövö, Jborfa bei Ballahida, der Nagyhegy über Nova, sind 250 bis 260 Meter hoch; die niedrigsten Theile bewegen sich von 200 Meter aufwärts. Regengüsse sind in allen Theilen des Jahres häufig, im Herbst und Frühling hören sie überhaupt beinahe nicht auf, im Winter aber ist oft ganz Göcsej sozusagen in Schnee begraben. Sein Klima jedoch ist eben deshalb im Winter milder, im Sommer kühler. Es besitzt etwa hundert Bäche. Nach Norden, dem Zalafluß zu, fließen von hier die Bäche von Jän, Kereszinr und Szent-Mihalyfa, nach Süden im westlichen Winkel von Göcsej strömen der Kerka entgegen der Kntas, Mihom und Medes, die Bäche von Turt und Györökhäz. In der Mitte von Göcsej fließt geradeaus gegen Süden die Cserta, welche die kleinen Salvnfaer, Kis-Lengyeler und Gellenhäzaer Bäche aufnimmt. Bei Ortahaza nimmt die Cserta auch den Berekbach mit, ebenso bei Bördöcze den von Osten dahergeschlängelten Väliczka. Auch ein zweiter Bach heißt Väliczka; dieser entspringt um Särhida und Boczsöld und fließt direct nach Norden, nm unterhalb Egerszegs in die Zala zu fallen. Der Cserta-Fluß vereinigt sich oberhalb von Szecsi-Sziget mit der Kerka. Am nördlichen Rande von Göcsej, nahe bei Zala-Lövö, liegt Eseb. Es ist ein kleines Dorf im Thale der oberen Zala, gegenüber von Salomvär, in fruchtbarer, waldiger Hügelgegend. Ein Bächlein eilt nebenan zur Zala hinab. Die Merkwürdigkeit dieses Dörfchens besteht darin, daß es vor 700 Jahren das Stammnest des einst mächtigen Geschlechtes Csebi-Pvgäny (Pogäny von Eseb) war, das noch jetzt besteht und in den Eomitaten an der oberen Theiß blüht. Der Name dieser Familie soll vor alters Herczeg gewesen sein und sie soll, gleich den Hahold, Wolfer uud anderen deutschen Geschlechtern
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (4), Band 16
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Ungarn (4)
Band
16
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1896
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.18 x 21.71 cm
Seiten
616
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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