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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (4), Band 16
Seite - 255 -
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255 beherrschte. Dies war die kleinste Beste im Comitat. Sie wurde auch einmal von den Türken genommen. Erwähnung verdient hier noch Zajk, ein nördlich von Letenye oben im Gebirge liegendes Dörfchen, das von einem Bächlein durchrieselt wird. Es ist das Stammnest der Grafenfamilie Zichy von Nagyväsonykö. Der Ahnherr dieser Familie hieß Zayk. Gallus aus dem Geschlechte Zayk lebte um 1350 und sein Sohn hieß Paska. Paskas Söhne Ladislans und Jakob führen schon den Vornamen Zichi, der dann zum Familien- namen wurde; das Prädicat „Väsonyköi" kam erst im XVII. Jahrhundert hinzu. Zajk ist jetzt in weiblicher Erbfolge nach den Szechy und Szäpäry Eigenthum des Grafen Aladär Andräfsy. Zwischen dem Südrande des Göcsej und der Mur erstreckt sich eine etwas wellige kleinere Ebene, die von den südwärts der Mur zufließenden Bächen bewässert wird. Hier liegt Becsehely, wo früher die einst steinreiche Familie Csnzy eine große Herrschaft besaß; jetzt ist diese unter mehrere Besitzer vertheilt. Hier liegen auch Töt-Szent- Märton, eine größere Gemeinde von mehreren tausend Seelen, und der Bezirksort Letenye, ein blühendes Städtchen, nahe an der Mur. Westlich und südlich von Göcsej erstreckt sich bis an die Mur ein schönes Dreieck, das an der Südseite von der Mur, an der Ostseite von der Kerka bespült ist, während die abschließende nordwestliche Seite durch das Eifeuburger Comitat gebildet wird. Die Kerka entspringt im Innern des Eisenburger Comitats, tritt bei Ramocsa in mehreren Armen auf Zalaer Boden, nimmt dann alles Gewässer von Göcsej an sich und vereinigt sich zuletzt bei Kerka-Szeut-Kiräly mit der Leudva. Auch die Lendva entspringt im Eisenburger Comitat, nimmt nach ihrem Eintritt in Zala die im Hidveg-Kanal vereinigten Gewässer des Kebele und Paragos, des Nemesneper und Nagyvölgyer Baches auf, sammelt auch noch das Wasser der Bäche Bagonicza, Radamos und Feketeer und strömt dann als verstärkter Lendva-Flnß durch den Adorvänyer Kanal ihrer Vereinigung mit der Kerka zu, um schließlich bei Felsö-Szemeuye in die Mur zu münden. Oberhalb von Alsö-Lendva, nahe der Grenze, liegt Dobronak, an beiden Ufern des Bagonicza-Baches. Es gehört gleichfalls zu den Herrschaften von Alsö-Lendva und Leuti und war einst eine kleine Burg der Nädasdy. Nach der Mohäcser Schlacht hatte auch diese ihre Besatzung, sie verlor jedoch, als Nemti befestigt wurde, ihre Bedeutung und wurde nicht als Grenzplatz des Landes qualifizirt. Oestlich von hier, in der Mitte der Ebene am Nagyvölgyer Bache, liegt die große Ortschaft Resznek, einst Eigenthum der im XIV. Jahrhundert hervorragenden und auch später mächtigen Familie Egerväry; Michael, Sohn des Nikolaus, hatte sie im Jahre 1403 von König Sigismnnd erhalten. Der erste Inhaber der Donation, Michael,
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (4), Band 16
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Ungarn (4)
Band
16
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1896
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.18 x 21.71 cm
Seiten
616
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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