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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (4), Band 16
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451 Schullehrers, worin Napoleon I. im Jahre 1809 eine Nacht verbracht hat. Dann folgt Station Znrndorf (Zuräuy), wo im Jahre 1756 der bedeutende Geschichtsschreiber Jgnaz Aurelius Fehler geboren wurde. In der Nähe befindet sich eine Meganitfabrik, die alljährlich eine große Menge Spreugmaterial erzeugt. Parudorf ist eiue Ortschaft mit 2.424 kroatischen und deutschen Einwohnern; es hat dem Plateau des Wieselburger Comitats den Namen gegeben. Die Gegend ist sehr hübsch. Von dem Grenzstädtchen Brück gehört nur ein Theil zu Uugaru; auch das Stations- gebäude steht ans ungarischem Boden. Das Übrige gehört zu Österreich. In den Klagen und bei den Verfügungen wegen Wiederherstellung der Landesgrenzen kommt Brück an der Leitha nicht selten vor. So verfügte Z. 72 des Gesetzes vom Jahre 1715, daß den Beschwerden der Brncker wegen Besteuerung ihrer diesseits der Leitha gelegenen Felder nud wegeu dereu Auslassung aus dem österreichischen Kataster Rechnung getragen werde. Die Depntirten des Comitats aber forderten auf dem Reichstage von 1832 bis 1836 nicht nur die Wiedereiuver- leibuug der zur Raaber Diöcefe gehörige» Domäue Mauuersdorf (Sarfeutt) und die Bestimmuug des alten Leitha Flußbettes als Landesgrenze, sondern auch, daß die Stadt Brück die Rechnungen über ihre ungarischen Besitzungen dem Comitate vorzulegen verpflichtet sei. Brück verdient auch in strategischer Hinsicht Erwähnung; sein ständiges Militärlager ist alljährlich der Schauplatz großer Manöver. Bei Brück senkt sich der letzte Ausläufer des Leithagebirgcs iu die Ebene nieder; seine Abhänge sind mit Reben bedeckt, sein Schooß aber öffnet sich in zahlreichen großen Steinbrüchen, nm deu ausgezeichneten, der Mediterranzeit augehörigeu Kalkstein zuliefer«, der wegeu seines hiesigen Vorkommens in der Literatur unter dem Namen Leithakalk bekauut ist. Die großartigsten Steinbrüche befinden sich in den Gemarknngen von Kaiser-Steinbruch (Csaßär-Köbauya), Wiudeu (Sasouy), Goys (Nyulas) und Brück; der Stein wird von hier, ebenso wie aus deu im Ödeuburger Comitat gelegenen Steiubrücheu des Leithagebirgcs, uicht uur in die Umgebung, sondern auch nach Wien befördert, dessen größte und schönste monumentale Neubauten ans ungarischem Stein gebaut sind. Links von der Straße, die von Ungarisch Altenburg uach Straß-Sommerein führt, liegen die wohlhabendsten und in ihren Gemarkungeu umfangreichste» Gemeinden des Comitats; zuerst Zauegg (Szoluok, Mosou Szolnok), auf dessen Gebiet interessante Fnude aus der Bronzezeit gemacht wurden, daun weiter südlich die Nachbargemeiudeu St. Johauu (Szent Jänos) und St. Peter (Szent-Peter); die beiden erstgeuaunteu haben jede ein Gebiet von über 15.000, die dritte von über 10 000 Joch. Nahe an 10.000 Joch hat auch das etwas westlich gelegene And au (Taresa). 29»
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (4), Band 16
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Ungarn (4)
Band
16
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1896
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.18 x 21.71 cm
Seiten
616
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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