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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (4), Band 16
Seite - 463 -
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463 da im Comitate kleinere Erhebungen, die sich aber zn keiner zusammenhängenden Kette entwickelt haben. An Gewässern ist das Comitat ziemlich reich; seine Flächen werden von der Donau, Raab (Räba) und Rabnitz (hier Räbeza) und deren Zuflüssen bewässert. Unter diesen ist es die Raab, die das Comitatsgebiet auf der längsten Linie bespült und schneidet. Sie erreicht es bei O-Malomsok, dient eine Strecke weit als Grenzflnß gegen das Öden- burger Comitat und zieht von Bodonhely ab nordöstlich bis zu ihrer Mündung überall quer durch Comitatsgebiet. Ihre schmutziggelben Gewässer habeu seit Jahrhunderten dem Raaber, wie dem Ödenburger und Eisenburger Comitat als ständige Landplage schweres Unheil zugefügt. Gegeu ihre verheerenden Überschwemmungen wurde zeitweise vergebens durch Schutzbauten angekämpft, so daß die systematische Durchführung des Schlitzes gegen Hochwasser uuabweislich wurde. Der fünfzehnte Gesetzartikel des Jahres 1885 verfügte die Regnlirnng auf Staatskosten, doch unter Hinzuziehung der anwohnenden Interessenten. Seitdem sind die Schntzarbeiten auf dem Comitatsgebiete beendigt; es wurden zur Beschleunigung der Strömung in dem vielgewundenen Flußbett 30 Dnrchstiche gemacht; zur Aufnahme des Hochwassers ist ein Überfluthungsranm von 250 bis 400 Meter Breite, zwischen Schutzdämmen von 4 bis 6 Meter Kronenbreite, bestimmt. Den wichtigsten Theil der Arbeiten bildet der Patona-Raaber Kanal, der den Lauf des Naabflusses von Patona bis Naab nm 13.600 Meter verkürzt. Gleichzeitig mit der Raab wurden auch ihre Nebenflüsse Marezal und Rabnitz regnlirt. Der Marezal betritt uahe bei H-Malomsok das Comitatsgebiet, fließt der Raab beinahe parallel gegen Nordost, nimmt die Bäche des Sokoroalja und den Panzsa-Bach auf und vereinigt sich oberhalb der Stadt Raab mit dem Raabfluß. Seiue Regnlirnngs- linie reicht von Gyirmoth bis Baboth. Die Rabnitz (Räbeza) ist nur scheinbar ein Nebenfluß der Naab; eigentlich zweigt sie ans dieser nnter dem Namen „Kleine Raab" im Odeuburger Comitat ab, heißt dann Räbeza und erscheint unter diesem Namen bei Kapi auf dem Gebiete des Raaber Comitats, das sie in west-östlicher Richtung schneidet. Ihre Regnlirnng erstreckt sich von Beö-Särkany bis Raab. Mit der Raab umschließt sie die Fläche des Toköz und kehrt dann bei Raab in den Raabfluß zurück, worauf sich beide vereint in die Kleine Donan ergießen. Die Kleine Donan, auch Wiefelbnrger oder Raaber Donauarm genannt, war vor dem Ansban der Wien-Naaber Bahnlinie der gewöhnliche Weg des Raab-Wiefelburger Getreidehandels. Sie erreicht das Comitatsgebiet in der Nähe von Hedervär, bildet iu schlangelndem Laufe mehrere Inseln und begrenzt von Süden her die kleine Schütt (Szigetköz); von Raab abwärts dient sie der Dampfschiffahrt und fällt endlich bei Benek in die Große Donau zurück.
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (4), Band 16
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Ungarn (4)
Band
16
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1896
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.18 x 21.71 cm
Seiten
616
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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