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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (4), Band 16
Seite - 526 -
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526 Punkt, zu dem sich der Vertes im Weiszenburger Comitate erhebt, ist der Csökahegy (479 Meter) bei Moor; dieser ist mit der 345 Meter hohen, über Csakvär aufsteigenden Kuppe, dann mit dem 390 Meter hohen Vafarhegy bei Kozma, dem 335 Meter hohen Szärer Berg, dem ans der Comitatsgrenze stehenden, 360 Meter hohen Gallaer Berg und dem 449 Meter hohen Somlyövärer Berg durch ein schönes System hochragender Gebirgsgrate verbunden, deren Gipfel nicht spitz, sondern gerundet erscheinen und die durch zahlreiche anmnthige, gewundene Thäler durchschnitten sind, ohne doch durch diese in ihrem einheitlichen Charakter gestört zu sein. Aus diesem den nördlichen Theil des Comitats umgürtenden Gebirge wölben sich noch nach Süden, zerstreut und abgerissen, einzelne Kuppen hervor, von denen jedoch nur der Meleghegy bei Sukorö, mit 352 Meter, eine beträchtlichere Höhe erreicht, während die übrigen 200 bis 250 Meter nicht übersteigen. Das nördliche Gürtelgebirge des Comitats wird von umfangreichen, schöngeformten Hügeln abgelöst, die dem nördlichen und östlichen Theile des Comitats, also zwei Dritteln desselben einen wellenförmigen Typus verleihen. Nur der ganze südliche Theil des Sarvizgeländes ist von flacher Beschaffenheit und bildet mit dem ebenen Theile der Nachbarcomitate Veßprem und Tolna ein Ganzes. Doch hat selbst dieser ebene Theil noch eine verhältnißmäßig hohe Lage: Stuhlweißenburg liegt 111 Meter und der tiefste Punkt der Särret-Ebene 92 Meter hoch über dem Meere, das Donaugelände aber, mit Ausnahme der immer wieder auf- springenden höheren Kuppen, überragt fast durchweg in der Höhe eines Festungswalles den mächtigen Strom, der sich unterhalb dahiuwälzt. Diesem Umstände verdankt es das Comitat, dessen Ostgrenze doch auf eine Strecke von 100 Kilometer durch die Donau gebildet wird, daß sein weites, durch die Natur geschütztes Gebiet vom Strom nur an wenigen Stellen geschädigt werden kann; andererseits freilich sind zum Theil die hohen Uferränder und die mitunter erschwerte Zugänglichkeit des Stromes schuld daran, daß dieser unvergleichliche Wasserschatz weder für die Landwirthschaft noch für den Verkehr verwerthet ist, so daß die Wichtigkeit dieses Stromabschnittes sich im Allgemeinen nicht über das Niveau eiuer localeu Bedeutung erheben kann. Außer der grenzbildenden Donau besitzt das Comitatsgebiet auch einige regnlirte Kanäle, welche sämmtlich in südlicher und südöstlicher Richtung verlaufen. Der das Comitat durchschneidende Lauf des Särröt bildet das große Becken, welches alles Gewässer an sich zieht und der Donau zuführt. Unter seinen Kanälen seien erwähnt: der Vaal er Kanal, der sich oberhalb Adonys in die Donan ergießt, der Kaiser- oder Pätkaer Kanal, der die Gewässer der Fornisbach-Niederung und des trockengelegten Pätkaer See's in den Velenczeer See ableitet, dann jenes größer angelegte Kanalnetz, das dnrch Entwässerung des Särretgeländes nahe an 100 000 Joch Boden für die systematische Landwirthschaft
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (4), Band 16
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Ungarn (4)
Band
16
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1896
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.18 x 21.71 cm
Seiten
616
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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