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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (4), Band 16
Seite - 543 -
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543 nichtmagyarischer Zunge durchwegs verbreitet und insbesondere ist es die jüngere Generation, die, wenn sie auch nicht vollkommen ungarisch schreiben kann, doch zum mindesten gut ungarisch liest und spricht. Als Verkehrsstraße des Comitats dient an dessen Ostraude die Donau. Fünf Dampfschiffstationen und sieben Überfuhren bilden dort die bedeutenderen Verkehrs- puukte. Das Eisenbahnnetz des Comitats ist noch nicht ausgebaut, doch wird das Gebiet von mehreren Eisenbahnlinien ersten Ranges durchschnitten; die Bndapest-Pragerhoser Linie der Südbahn und die Budapest-Fünfkirchener Strecke der Staatseisenbahnen durch- ziehen von Nord zu Süd beinahe das ganze Comitat, während in nordwestlicher Richtung die Stuhlweißenburg-Uj-Szöuyer Linie der Südbahn, in westlicher Richtung die Stuhl- weißeuburg-Grazer und die den Nordrand des Comitats berührende Bndapest-Brucker Linie der Staatsbahnen, indem sie zugleich die das Comitat quer durchschneidende Wegrichtung ergänzen, sämmtlich Verbindungen ersten Ranges sichern. Indeß kann dieses 240 Kilometer betragende Eisenbahnnetz nicht alle Bedürfnisse befriedigen, denn der größte Theil der Comitats entbehrt der Eisenbahnverbindung mit dem Comitatssitz; die Budapest-Fünfkirchener Eisenbahn und die Budapest-Brucker Linie der Staatsbahnen sind auf ihrem Wege durch das Comitat weder mit einander, noch mit dem Hauptorte verbuudeu. Die Abhilfe dieser Übelstände ist jedoch bereits in Angriff genommen. Weit vollkommener stellt sich das Straßennetz des Comitats dar. Es besteht aus 135 Kilometer Staats- und nahe an 700 Kilometer Comitatsstraßen; dieses größtentheils ausgebaute und mit Ausnahme von etwa 200 Kilometer auch gut in Stand erhaltene Straßennetz verknüpft die verschiedensten Punkte des Comitats und die Stadt Stuhl- weißeuburg in den Richtungen der möglichsten Kürze. S tuhlweißenburg (Szökes-Fehörvär) liegt fast in der Mitte der von Nord zu Süd streichenden Längsrichtung des Comitats und im westlichen Drittel der von Ost zu Süd verlaufenden Comitatsbreite. Es ist in einer fruchtbaren Niederung hingelagert; gegen Osten umziehen es Hügel von mäßiger Höhe, unter denen das in nächster Nachbar- schaft der Stadt ansteigende Weingebirge (Szölöhegy) und der etwas entferntere Noi-Berg Erwähnung verdienen; auf dem letzteren soll nach der Überlieferung Ärpäd, als er auf feinem Erobernngsznge die Donau überschritten hatte, sein ständiges Lager errichtet haben. Nach den anderen Richtungen ist die Stadt von Ebenen umgeben, deren höhere Strecken fruchtbare Ackerfelder bilden, während die tiefer gelegenen sich als Wiesen mit reichem Graswuchs und als wohlgepflegtes Gartenland darstellen; nur gegen Südosten hin liegt rohrbewachsenes Sumpfland, der sogenannte Sösto (Salzsee) und dieser ist mit Sand- boden umgeben. In westlicher und nördlicher Richtung, 10 bis 15 Kilometer von der Stadt, erheben sich die blauen Höhen waldbedeckter Bergketten, des Bakony und Vertes,
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (4), Band 16
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Ungarn (4)
Band
16
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1896
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.18 x 21.71 cm
Seiten
616
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
Kronprinzenwerk deutsch
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